Mario Barth kämpft um seine "Hauptstadthelden" und will sich Marke nicht abjagen lassen

Berlin/Düsseldorf - Eine Berlinerin will Komiker Mario Barth (46) in Düsseldorf die Marke "Hauptstadthelden" abjagen.

Zoff um Markenname im Hause Barth: Das Gericht will den Fall am 19. Juni verhandeln. (Bildmontage)
Zoff um Markenname im Hause Barth: Das Gericht will den Fall am 19. Juni verhandeln. (Bildmontage)

Vor dem Landgericht in Düsseldorf hat sie die Löschung der Marke beantragt (TAG24 berichtete). An diesem Mittwoch (10.15) will sich das Gericht der Sache annehmen.

Zwar hat Barth den Begriff seit 2007 ordnungsgemäß als Marke geschützt. Die Klägerin ist aber der Meinung, Barth verwende die Bezeichnung gar nicht als Marke. Deshalb müsse Barth der Löschung der Marke zustimmen.

Der 46-Jährige muss nicht zu der Verhandlung erscheinen.

Update, 13 Uhr: Barth verteidigt seine "Hauptstadthelden": Anwältin liefert zwei Kisten voller Beweise!

Komiker Mario Barth kämpft um seine Marke.
Komiker Mario Barth kämpft um seine Marke.  © DPA

Komiker Mario Barth (46) will sich seine Marke "Hauptstadthelden" nicht abjagen lassen. Seine Anwältin ließ dem Gericht kurz vor dem Prozesstermin zwei dicke Aktenordner zukommen, die beweisen sollen, dass er die Marke rege nutzt.

Poster, Tickets, T-Shirts, Plüschtiere, Magneten, Sparbüchsen - die vorsitzende Richterin Vera Drees zählte am Mittwoch einen Teil der mehrere Dutzend Produkte auf, auf der die Marke zu sehen sein soll.

Eine Berlinerin hatte Barth verklagt und die Löschung der Marke beantragt. Barth verwende sie gar nicht, behauptete sie. Ihr Anwalt bekommt nun zwei Monate Frist, um den Inhalt der Aktenordner zu studieren und dazu Stellung zu nehmen.

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Wozu seine Mandantin die Marke löschen lassen will, wollte ihr Anwalt nicht verraten. Die gegnerische Seite vermutet, dass Klägerin Nicole M. nur eine "Strohfrau" ist und es sich um eine Mitarbeiterin der Anwaltskanzlei handelt.

Barth hatte sich den Begriff 2007 ordnungsgemäß als Marke schützen lassen. Warum dennoch der Vorstoß erfolgt, sie zu löschen, blieb rätselhaft. «Für Herrn Barth ist das natürlich ärgerlich», sagte seine Anwältin.

Richterin Drees führte aus, dass die Marke in den geschützten Kategorien in den vergangenen fünf Jahren genutzt worden sein müsse, um ihren Schutz zu erhalten. Vor zwei Jahren hatte ein Spielzeughersteller in einem ähnlichen Fall dem Sportwagenhersteller Ferrari in Düsseldorf die Marke "Testarossa" löschen lassen. Ferrari konnte aus Sicht der Richter keine aktive Nutzung nachweisen.

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