Sie bevorzugt Cannabis: Bürgermeisterin hetzt gegen Biermeile

Alkohol sei keine harmlose Droge, meint Monika Herrmann.
Alkohol sei keine harmlose Droge, meint Monika Herrmann.  © DPA

Berlin - Eigentlich könnte man die Biermeile zwischen Strausberger Platz und Frankfurter Tor als Gewinn für die Region betrachten.

An diesem Wochenende werden dort 800.000 Besucher erwartet.

Monika Herrmann, die Bürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, ist die Veranstaltung jedoch ein Dorn im Auge.

Auf ihrem Facebook-Account macht sie das mit einem Post öffentlich und spricht dort von der "längsten legalen Drogenmeile Berlins".

Die Grünen-Politikerin setzt sich bereits seit Jahren für die Legalisierung von Cannabis in ihrem Bezirk ein, bisher erfolglos.

Auf dem Internationalen Berliner Bierfestival werden 800.000 Besucher erwartet.
Auf dem Internationalen Berliner Bierfestival werden 800.000 Besucher erwartet.  © DPA

Wie die Bild-Zeitung berichtet, äußerte sich die 53-Jährige zu der Veranstaltung wie folgt:

"Ein ganzes Fest suggeriert eine Harmlosigkeit, die Alkohol nicht hat, was ich falsch finde."

CDU-Fraktionsvorsitzender im Bezirk Timur Husein glaubt, dass Herrmanns Aussage rein ideologisch sei: "Bier ist pfui, weil rechts. Canabis ist gut, weil links".

Letztendlich könne sie die Veranstaltung verbieten, aber Husein meint, sie hätte nicht den Mut dazu.

Auch der Geschäftsführer des Brauerei-Verbands Berlin-Brandenburg sieht es nicht so eng: "Das Publikum kommt nicht zum Wegkippen, sondern um besondere Biere auszuprobieren", so Michael Scherer.

Schließich ist die Biermeile kein Oktoberfest, sondern ein Festival, auf dem 87 Länder ihre verschiedenen Produkte vorstellen.


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