Intendant wehrt sich! AfD-Wähler sollen draußen bleiben

Der Friedrichstadt-Palast setzt sich bereits seit Langem für Toleranz  und Respekt ein.
Der Friedrichstadt-Palast setzt sich bereits seit Langem für Toleranz und Respekt ein.  © DPA

Berlin - Das bekannte Revuetheater in der Friedrichstraße will keine AfD-Wähler zu Gast haben. Bernd Schmidt, Intendant des Friedrichstadt-Palastes, hat sich in einem Brief an seine Mitarbeiter klar positioniert, wie die Berliner Morgenpost berichtet.

"Wir werden uns künftig noch deutlicher als bisher von 20 oder 25 Prozent unserer potenziellen Kunden im Osten abgrenzen und von Hohlköpfen mit Migrationshintergrund selbstverständlich auch. Ich will all deren Geld nicht", hieß es in dem Brief.

Schmidt stellt klar, dass das Theater "eine bedeutende Kulturinstitution im Osten" sei. Dem Intendanten sei bewusst, dass nicht alle AfD-Politiker und Wähler der Partei Nazis sind.

"Aber wer AfD wählte, wusste, dass er auch Nazis in den Bundestag wählt. Wer das aus Angst oder Sorge oder Protest in Kauf nimmt, ist ein Brandstifter und Mittäter", schrieb Schmidt weiter.

Künftig sollen AfD-Wähler dem Revuetheater fern bleiben.
Künftig sollen AfD-Wähler dem Revuetheater fern bleiben.

Bernd Schmidt fühle sich vor allem für seine "nicht deutsch aussehenden" Mitarbeiter verantwortlich, die immer häufiger Opfer von Anfeindungen und Geringschätzung wären. "Der Palast repräsentiert den anständigen Osten", erklärte er am Ende seines Briefs.

Gegenüber der Zeitung gab Schmidt an, dass AfD-Wähler, die nun ihre bereits gekauften Karten zurückgeben wollen, den Kaufpreis erstatten bekommen. Die Berliner AfD holt unterdessen zum Gegenschlag aus und rät ihren Wähler davon ab das Revuetheater zu besuchen.

"Wenn der Intendant meint, auf das Geld der AfD-Wähler verzichten zu können, dann raten wir unseren Wählern, sich in Berlin andere Möglichkeiten der Zerstreuung zu suchen", so der Parteisprecher Ronald Gläser.


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