Im Internet damit geprahlt: Kinderporno-Verkäufer gesteht vor Gericht

Berlin - Ein 43-Jähriger, der in seiner Berliner Wohnung massenhaft Kinderpornografie gehortet und mehrfach verbotene Bilder verkauft haben soll, hat vor dem Landgericht weitgehend gestanden.

Seit November 2015 soll der Mann weitere Tausende Bilder und Videos gehortet haben. (Symbolbild)
Seit November 2015 soll der Mann weitere Tausende Bilder und Videos gehortet haben. (Symbolbild)  © andriano/123rf

Er schäme sich für sein Handeln, erklärte der Mann zu Prozessbeginn am Dienstag.

Bei allen Taten habe er unter Drogeneinfluss gestanden. Er habe im Internet mit seiner Sammlung angegeben, um Anerkennung zu bekommen.

Im realen Leben habe er "so etwas aber nicht gewollt". Eine pädophile Neigung liege bei ihm nicht vor.

Mehr als 5.000 kinder- und jugendpornografische Dateien wurden bei der Festnahme des Angeklagten im Mai 2019 in seiner Wohnung im Stadtteil Neukölln sichergestellt.

Seit November 2015 soll der Mann weitere Tausende Bilder und Videos gehortet haben.

Die Aufnahmen würden auch von Gewalt geprägte Missbrauchshandlungen an häufig sehr jungen Kindern zeigen, so die Anklage. Der Mann habe sich in verschiedenen Internet-Chatforen mit gleichgesinnten Personen über seine sexuellen Fantasien ausgetauscht und mehrfach Dateien gegen ein Entgelt angeboten.

Mit einem Chatpartner habe er sich zum sexuellen Missbrauch eines zwei Jahre alten Mädchens verabredet, dazu sei es aber nicht gekommen. Fünf weitere Prozesstage bis zum 13. Februar sind vorgesehen.

Titelfoto: andriano/123rf

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