Mann stirbt, weil der Fahrstuhl kaputt ist

Der 63-Jährige musste mit seinem Einkauf bis in den neunten Stock gehen. (Symbolbild)
Der 63-Jährige musste mit seinem Einkauf bis in den neunten Stock gehen. (Symbolbild)  © dpa (Symbolbild)

Berlin - In einem Wohnhaus im Bezirk Neukölln ist bereits seit Monaten der Fahrstuhl kaputt. Die Bewohner müssen sich also zu Fuß auch bis in den neunten Stock schleppen. Das wurde einen 63-Jährigen zum Verhängnis, wie Bild und B.Z. berichten.

Der Taxifahrer soll Probleme mit dem Herzen gehabt haben und musste, um in seine Wohnung zu kommen, in die oberste Etage des Wohnhauses in der Gropiusstadt. Dabei wäre der Mann auf einen Fahrstuhl angewiesen gewesen, erklärte seine 27-Jährige Tochter. Der Mann hatte bereits vor zwölf Jahren einen Herzinfarkt erlitten.

Der 63-Jährige war im Supermarkt einkaufen, doch als er zu Hause im Agnes-Straub-Weg ankam, war der Fahrstuhl wieder einmal defekt. Mit den Einkaufstüten in der Hand soll sich der 63-Jährige dann die 135 Stufen hochgeschleppt haben.

In der Küche soll der Taxifahrer dann vor Erschöpfung zusammengebrochen sein. Auch der Notarzt hätte nicht mehr helfen können. Der stellte nur noch den Tod des Mannes fest.

"Das ist eine Zumutung für die Miter, hier wohnen auch Familien mit kleinen Kindern, die schaffen all die Treppen kaum", so die Tochter des Verstorbenen gegenüber Bild. Dabei soll die Wohnbaugesellschaft Degewo schon seit Monaten über den defekten Fahrstuhl informiert worden sein.

"Noch ein paar Tage vor seinem Tod haben wir darüber gesprochen", so die 27-Jährige. "Er hatte so gehofft, dass der Aufzug endlich mal repariert wird." Mittlerweile wurde er das wohl auch. Zu spät jedoch für den 63-Jährigen.


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