Versuchter Ehrenmord? Vater sticht eigene Tochter mit Messer nieder

Berlin - Weil er seine 47-jährige Tochter im Neuköllner Ortsteil Gropiusstadt mit einem Messer attackiert und schwer verletzt haben soll (TAG24 berichtete), kommt ein Vater (75) ab Montag (9.30 Uhr) vors Landgericht.

Ein Vater (75) hat in einem Neuköllner Einkaufszentrum auf seine Tochter eingestochen. Polizisten sicherten Spuren.
Ein Vater (75) hat in einem Neuköllner Einkaufszentrum auf seine Tochter eingestochen. Polizisten sicherten Spuren.

Dem 75-Jährigen wird versuchter Mord aus angeblich "verletzter Ehre" zur Last gelegt.

Der Rentner soll seine Tochter den Ermittlungen zufolge am 17. April 2018 gegen 12 Uhr mittags auf ihrer Arbeitsstelle im Einkaufszentrum "Wutzky" am Joachim-Gottschalk-Weg angegriffen haben.

Mehrfach habe der aus der Türkei stammende Mann in dem Schuh- und Taschenladen mit einem Messer auf die arglose Frau eingestochen.

Zeugen seien eingeschritten und hätten ihn gestoppt. Das lebensgefährlich verletzte Opfer kam in ein Krankenhaus und musste sofort operiert werden.

Hintergrund der Tat sei ein "verletztes Ehrgefühl" des 75-Jährigen gewesen, weil ihm der Umgang seiner Tochter nicht gefallen habe.

Update 14.27 Uhr

Wie seine Verteidiger am ersten Verhandlungstag sagten, wolle sich ihr Mandant 2. Verhandlungstag am Mittwoch äußern.

Dem Vater habe der Umgang seiner Tochter nicht gefallen. Der 75-Jährige sei erbost gewesen, weil er die 47-Jährige an der Schule ihrer Tochter mehrfach im Gespräch mit Vätern von anderen Schulkindern beobachtet habe, so die Anklage. Er habe das als "Angriff gegen die Familienehre angesehen".

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