Obdachlose suchen warmen Schlafplatz, doch dann zündet ein Mann ihre Sachen an

Die Obdachlosen lagen an einerWand am Eingang. Dort sind deutliche Rußspuren zu erkennen nach dem Brand.
Die Obdachlosen lagen an einerWand am Eingang. Dort sind deutliche Rußspuren zu erkennen nach dem Brand.  © Morris Pudwell

Berlin - Zwei obdachlose Männer suchten bei winterlichen Temperaturen von Minus 4°C Schutz im Vorraum des S-Bahnhofs Neukölln, doch das gefiel einem Passanten ganz und gar nicht.

Nach Informationen von TAG24 soll der aggressive Mann die beiden Obdachlosen in der Nacht zu Dienstag gegen 2.40 Uhr angesprochen haben. Er soll die Männer aufgefordert haben, den Bereich zu verlassen.

Doch bei den Minusgraden weigerten sich die Männer ihre Plätze zu verlassen. Daraufhin soll der Täter die Sachen der Obdachlosen angezündet haben, darunter auch die Schlafsäcke der Männer. Danach soll der Täter geflüchtet sein.

Glücklicherweise blieben die Obdachlosen unverletzt. Die Feuerwehr war schnell vor Ort, um den Brand zu löschen.

Die Feuerwehr rückte in kürzester Zeit an und löschte den Brand.
Die Feuerwehr rückte in kürzester Zeit an und löschte den Brand.  © Morris Pudwell

Die Bundespolizei kümmerte sich indessen um die beiden Männer, die sichtlich unter Schock standen.

Nachdem die Beamten sie vernommen hatten suchten sich die Obdachlosen einen neuen Schlafplatz. Dabei hatte erst am Montag die Sozialverwaltung an die Berliner appelliert, in Notfällen Hilfe zu rufen.

"Wer Obdachlose in Gefahr sieht, kann den Kältebus anrufen", sagte Sprecherin Regina Kneiding mit Blick auf das Angebot der Stadtmission.

In Berlin gibt es derzeit zudem rund 1100 Schlafplätze in verschiedenen Einrichtungen für Menschen ohne Wohnung. Aktuell hätten diese noch freie Kapazitäten, so Kneiding.

"In der vergangenen Woche lag die Auslastung bei 87 Prozent", so die Sprecherin.

Titelfoto: Morris Pudwell


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