Messerangriff auf offener Straße: Syrer soll Ex-Freundin niedergestochen haben

Die Polizei nahm noch vor Ort einen verdächtigen Mann fest, der mit Mundschutz abgeführt wurde.
Die Polizei nahm noch vor Ort einen verdächtigen Mann fest, der mit Mundschutz abgeführt wurde.

Berlin - Die Tat macht einfach sprachlos: Am Dienstag zückte ein 29-jähriger Syrer ein Messer im Berliner Bezirk Neukölln und ging auf offener Straße auf eine 18-Jährige los (TAG24 berichtete). Nur durch mutige Zeugen konnte verhindert werden, dass die junge Frau nicht getötet wurde.

Laut Informationen der B.Z. soll es sich bei dem Täter um den Ex-Freund der 18-Jährigen handeln. Er soll mehrfach auf die junge Frau auf der Sonnenallee eingestochen haben.

Wie die Zeitung berichtet, soll er zuvor seiner Ex-Freundin vor einem Lebensmittelgeschäft aufgelauert haben. Als sie den Laden verlässt, kommt es zur Diskussion zwischen den beiden, bei der der Mann zum Messer greift.

Erst als mehrere Landsleute den 29-Jährigen ergriffen, ließ der Mann von seiner Ex-Freundin ab. "Ich sah, wie die Flüchtlinge den Täter zu Boden rissen und festhielten, bis die Polizei kam", erzählte ein Zeuge der Zeitung.

Die Polizei sperrte den Tatort vor dem Spätkauf ab.
Die Polizei sperrte den Tatort vor dem Spätkauf ab.

"Andere versorgten die schwer verletzte Frau, sie blutete stark. Hätten sie ihr nicht geholfen, wäre sie wahrscheinlich gestorben." Die junge Frau wurde anschließend mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Im Klinikum Neukölln musste die 18-Jährige dann notoperiert werden, mittlerweile soll ihr Zustand jedoch wieder stabil sein.

Noch vor Ort nahm die Polizei den 29-Jährigen fest, der heftigen Widerstand leistete. So soll er die Beamten sogar bespuckt haben, die dem Mann kurzerhand einen Mundschutz über das Gesicht zogen.

Seiner Ex-Freundin soll der Mann bereits zuvor mehrfach nachgestellt haben. Als die Beamten die Fingerabdrücke des Syrers abglichen stellte sich heraus, dass er bereits Asyl unter zwei Identitäten beantragt hatte.

Bisher soll der Angreifer zu seiner Tat schweigen. Wegen versuchten Totschlags wurde der 29-Jährige am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt. Anschließend wurde der Syrer in eine Psychiatrie eingewiesen.


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