Nimmt Angela Merkel Klimaschutz nicht ernst?

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (64, CDU) hat sich gegen Pläne der EU-Kommission für ehrgeizigere Klimaschutzziele gewandt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel vor Beginn der Aufzeichnung der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin", dem traditionellen Sommerinterview der ARD.
Bundeskanzlerin Angela Merkel vor Beginn der Aufzeichnung der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin", dem traditionellen Sommerinterview der ARD.  © Michael Kappeler/dpa

"Das permanente Setzen neuer Ziele halte ich nicht für sinnvoll", sagte sie am Sonntag im "Sommerinterview" der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". "Wir müssen jetzt erstmal unsere Ziele einhalten, die wir uns vorgenommen haben."

In Deutschland gehe es nun darum, die gesetzlichen Maßnahmen zum Erreichen des Ziels für 2030 umzusetzen, was schwer genug werde. Klimakommissar Miguel Arias Cañete will den EU-Staaten vorschlagen, dass die EU bis 2030 eine Senkung der Treibhausgase um 45 statt 40 Prozent international zusagt.

Mit Blick auf notwendige Maßnahmen in Deutschland betonte Merkel: "Wir brauchen eine Verkehrswende, das ist ja ganz klar." Dafür sollten schrittweise neue Mobilitätsformen eingeführt werden. "Wir werden eine sehr schnelle Einphasung jetzt von Elektromobilität haben." Bisher entwickeln sich die Verkaufszahlen für E-Autos schleppend.

Merkel unterstrich ihre Verantwortung, dass Deutschland seinen Beitrag zum Klimaschutz leiste. Die Häufung von Extremwetter-Ereignissen und steigende Temperaturen in den vergangenen Sommern zeigten, dass der Klimawandel "eben auch bei uns" stattfinde.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0