Opferbeauftragter versteht die heftige Kritik an Angela Merkel

Kurt Beck (re) äußerte Verständnis für die Kritik am Umgang Angela Merkels mit den Angehörigen der Terror-Opfer (Archivbild).
Kurt Beck (re) äußerte Verständnis für die Kritik am Umgang Angela Merkels mit den Angehörigen der Terror-Opfer (Archivbild).  © DPA

Berlin – Der Beauftragte der Bundesregierung für die Opfer des Anschlags auf einen Berliner Weihnachtsmarkt, Kurt Beck (SPD), hat für die Kritik am Umgang der Bundeskanzlerin mit den Angehörigen der Opfer Verständnis geäußert.

Auch von Angela Merkel (CDU) sei ein Treffen mit den Angehörigen erwartet worden, sagte Beck der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwoch). Die Betroffenen hätten das Gefühl, "dass ihr Opfer nicht ausreichend gewürdigt worden ist".

Hinterbliebene der Opfer des Terroranschlags hatten sich zuvor über die aus ihrer Sicht mangelnde Fürsorge des Staates nach dem Anschlag beklagt. Sie warfen Merkel in einem offenen Brief Untätigkeit und politisches Versagen vor.

Merkel will sich am 18. Dezember, einen Tag vor dem Jahrestag des Anschlags vom Breitscheidplatz, erstmals mit den Angehörigen treffen. Am Dienstagabend überraschte sie mit einem Besuch des Weihnachtsmarkts an der Gedächtniskirche.

An der Stelle des Anschlags verharrte Merkel zusammen mit dem Chef des Berliner Schaustellerverbandes, Michael Roden, und dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft City, Klaus-Jürgen Meier. Anschließend legte jeder von ihnen eine weiße Rose nieder.


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