Nach Betrugsanklage: Falscher Tierarzt gesteht vor Gericht

Am Dienstag gestand der 50-Jährige, dass er ohne Zulassung drei Jahre lang Tiere behandelte. (Symbolbild)
Am Dienstag gestand der 50-Jährige, dass er ohne Zulassung drei Jahre lang Tiere behandelte. (Symbolbild)  © dpa (Symbolbild)

Berlin - Die Besitzer vertrauten ihm ihre Tiere an und jahrelang behandelte er sie. Doch dann kam der Verdacht auf, dass der Arzt gar keine Zulassung hat, TAG24 berichtete. Am Dienstag musste der angebliche Tierarzt vor Gericht.

Der 50-Jähriger hat im Strafprozess um jahrelange illegale tierärztliche Behandlungen ein Geständnis abgelegt. Obwohl er keine Zulassung mehr hatte, habe er weiter in Berlin-Pankow praktiziert, erklärte der Angeklagte vor dem Amtsgericht Tiergarten über einen seiner Verteidiger.

Er habe dadurch seinen Lebensunterhalt bestritten. Laut Anklage soll der Veterinärmediziner von Mai 2014 bis März 2017 in seiner Praxis Tiere behandelt haben, obwohl seine Approbation im Tatzeitraum zunächst geruht habe und ihm dann entzogen worden sei.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Betrug und Missbrauch von Berufsbezeichnungen vor.

Update 15.00 Uhr:

Der 50-Jähriger ist zu 14 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten sprach den Veterinärmediziner des gewerbsmäßigen Betrugs in 18 Fällen sowie des Missbrauchs von Titeln schuldig. Seine beiden Anwälte erklärten, er sei ein überzeugter Tierheiler.

Titelfoto: dpa (Symbolbild)


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