Zum 80. Jahrestag: Gedenkstunde für Pogromnacht der Nazis in Berlin

Berlin - Mit einer Gedenkstunde im Berliner Abgeordnetenhaus erinnern Vertreter aus Politik und Gesellschaft am Donnerstag an die Pogromnacht der Nazis vor 80 Jahren.

Im Berliner Abgeordnetenhaus erinnern am Donnerstag Vertreter aus Politik und Gesellschaft an die Pogromnacht (Symbolbild).
Im Berliner Abgeordnetenhaus erinnern am Donnerstag Vertreter aus Politik und Gesellschaft an die Pogromnacht (Symbolbild).

Parlamentspräsident Ralf Wieland, der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) und der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Gideon Joffe, werden zu den Gästen sprechen. Im Anschluss ist auf dem benachbarten Gelände "Topographie des Terrors" eine Kranzniederlegung geplant.

Am 9. und 10. November 1938 gingen die Nazis mit gezielten Aktionen gegen Juden vor. In ganz Deutschland steckten sie Synagogen und jüdische Geschäfte in Brand. Zehntausende Juden wurden drangsaliert und erniedrigt, andere deportiert und rund 100 ermordet. Die Ereignisse gelten als Beginn der systematischen Verfolgung der Juden.

"Das wahrhaft aufrichtige Gefühl der historischen Verantwortung muss in die Erinnerungsarbeit einfließen", forderte Wieland anlässlich des Jahrestages der Pogromnacht. "Gelingt uns das gerade bei den jungen Menschen, dann haben wir eine echte Chance, antisemitische Grundhaltungen einzudämmen."

Müller erklärte, es sei die "Pflicht und Schuldigkeit" aller Demokraten, entschieden gegen Antisemitismus vorzugehen.

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