Wegen Witzelei über drittes Geschlecht: Berlins Bürgermeister kritisiert AKK

Berlin - Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (54, SPD) hat die Äußerungen von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer (56, CDU) in einer Fastnachtsrede zu Intersexuellen kritisiert.

Die Bundesvorsitzende der CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer, steht vor dem Narrengericht und verzieht das Gesicht.
Die Bundesvorsitzende der CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer, steht vor dem Narrengericht und verzieht das Gesicht.  © dpa/Patrick Seeger

"Ein Karnevalsgag kann gut oder schlecht sein, komisch oder eher mäßig - aber auch hinter Humor steht immer eine Haltung", twitterte Müller am Sonntag. "Es ist ebenso irritierend wie bedauerlich, dass @akk offenbar in Diskriminierungsfragen eine dem Amt und der Funktion angemessene Haltung fehlt."

"Wer war denn von Euch vor kurzem mal in Berlin? Da seht ihr doch die Latte-Macchiato-Fraktion, die die Toiletten für das dritte Geschlecht einführen", sagte Kramp-Karrenbauer bei ihrem satirischen Auftritt am Donnerstag im baden-württembergischen Stockach am Bodensee (TAG24 berichtete). "Das ist für die Männer, die noch nicht wissen, ob sie noch stehen dürfen beim Pinkeln oder noch sitzen müssen. Dafür, dazwischen, ist diese Toilette."

In der Halle wurden Kramp-Karrenbauers Worte mit einem Tusch und Gelächter und Johlen im Publikum begrüßt. Öffentliche Aufmerksamkeit erregte im Nachgang aber ein Artikel des Portals queer.de, auch die Satiresendung Extra3 verbreitete einen Videoausschnitt auf Twitter weiter. Seitdem melden sich Kritiker zu Wort, darunter mehrere Politiker.

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