Schon 70.000 Sünder angezeigt! Fahrradstaffel der Polizei wird aufgerüstet

Berlin - Die Fahrradstaffel der Berliner Polizei hat seit ihrem Bestehen bereits mehrere 10.000 Verkehrsordnungswidrigkeiten festgestellt und zur Anzeige gebracht.

Zwei Beamte der Berliner Fahrradstaffel auf Patrouille.
Zwei Beamte der Berliner Fahrradstaffel auf Patrouille.  © dpa/Paul Zinken

Von Juli 2014, als die Fahrradstaffel zum ersten Mal auf Tour durch Berlin-Mitte ging, bis März 2018 waren es genau 66.829 erkannte Verstöße von Autofahrern, Radfahrern und anderen Verkehrsteilnehmern.

Das geht aus einer Antwort der Senatsinnenverwaltung auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Tom Schreiber (39) hervor. Bis Anfang Juni dürfte die Zahl auf die Höhe von 70.000 gestiegen sein.

Dabei gab es in den einzelnen Jahren starke Schwankungen: Wurden im Jahr 2015 noch rund 14.000 Vergehen angezeigt, waren es 2016 etwa 23.000 und 2017 knapp 20.000.

Die 20 Polizisten auf ihren Drahteseln kümmern sich um Dinge wie rücksichtslose Auto- und Brummi-Fahrer, die auf Radwegen parken oder falsch Abbiegen und so andere gefährden, gleichzeitig aber auch um Verstöße von Radfahrern wie Fahren ohne Licht oder Ignorieren von roten Ampeln.

Die Staffel war 2014 als Modellversuch in Mitte zwischen Alexanderplatz und Regierungsviertel auf die Straße gerollt. Die Auswertung des Versuchs zeigte positive Ergebnisse wie einen Rückgang von Radler-Unfällen mit Schwerverletzten oder Toten.

Logische Folge: Die Fahrradstaffel soll in Zukunft vergrößert werden und auf noch mehr Straßen Berlins unterwegs sein.

Titelfoto: dpa/Paul Zinken


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