Restaurant-Streit endet mit Küchenbeil-Attacke: Angestellter auf der Anklagebank

Berlin - Weil er in einem Restaurant in Berlin-Mitte einen Kollegen mit einem Küchenbeil geschlagen haben soll, muss sich ein 51-Jähriger ab Dienstag (9 Uhr) vor dem Landgericht verantworten.

Die Staatsanwaltschaft geht von versuchtem Totschlag aus. (Symbolbild)
Die Staatsanwaltschaft geht von versuchtem Totschlag aus. (Symbolbild)  © rclassenlayouts/123RF

Die Staatsanwaltschaft geht von versuchtem Totschlag aus.

Der Angeklagte, ein damaliger Küchenhelfer, habe in einem Streit in der Küche des Lokals ein Beil ergriffen und damit mindestens zwei Mal auf den Kopf des ebenfalls 51-jährigen Geschädigten eingeschlagen (TAG24 berichtete).

Dessen Tod habe er dabei zumindest billigend in Kauf genommen.

Der Kollege, der weitere Schläge abwehren konnte, sei erheblich verletzt worden. Für den Prozess sind vier Verhandlungstage vorgesehen.

Angeklagter weist Tötungsabsicht zurück

Für den Prozess sind vier Verhandlungstage vorgesehen. (Symbolbild)
Für den Prozess sind vier Verhandlungstage vorgesehen. (Symbolbild)

Update, 14.30 Uhr

Ein 51-Jähriger, der mit einem Küchenbeil auf einen Kollegen in einem Restaurant in Berlin-Mitte eingeschlagen und ihn verletzt haben soll, hat vor dem Landgericht eine Tötungsabsicht zurückgewiesen.

In einem Streit habe er aus Angst vor einem Angriff des gleichaltrigen Kollegen zu dem Beil gegriffen, erklärte der Angeklagte zu Prozessbeginn am Dienstag. Er habe den Mann abschrecken, aber nicht angreifen wollen. Als ihn der Kontrahent attackiert habe, müsse es zu den Verletzungen gekommen sein. Die Anklage lautet auf versuchten Totschlag.

Die beiden aus Vietnam stammenden Männer waren laut Ermittlungen als Küchenhilfen in dem Sushi-Restaurant tätig, als es im März 2019 zu einer Auseinandersetzung kam. Auslöser seien 50 Euro gewesen, die er an dem Tag für Einkäufe ausgelegt hatte, so der Angeklagte.

Entgegen der Absprache mit dem Geschädigten sei am Abend aber kein Bargeld mehr verfügbar gewesen. Als er nach dem Geld fragte, habe ihn der Kollege angeschrien. Er habe sich betrogen und beleidigt gefühlt, sagte der Angeklagte. "Aber ich hatte nicht die Absicht, ihn zu verletzen oder umzubringen." An dem Abend sei er angetrunken gewesen.

Der Geschädigten hatte zwei sieben und fünf Zentimeter lange Verletzungen am Kopf erlitten. Weil es ihm gelungen war, das Handgelenk des Kollegen zu packen, habe er weitere Hiebe verhindern können, heißt es in der Anklage. Der Prozess wird am 6. September fortgesetzt.

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