Blockierte Radwege und Busspuren: Polizei macht Jagd auf Falschparker und Zweite-Reihe-Steher

Berlin - Polizei, BVG und gleich sechs Ordnungsämter wollen vom 4. bis 8. Juni in der Hauptstadt mit vereinten Kräften gegen verkehrswidriges Halten und Parken auf Radwegen, Busspuren und in zweiter Reihe vorgehen.

Typisches Bild in Berlin: Ein gleich von zwei Autos zugeparkter Radweg.
Typisches Bild in Berlin: Ein gleich von zwei Autos zugeparkter Radweg.  © dpa/Alexander Heinl

Von Montag bis Freitag seien dafür gezielte Schwerpunktkontrollen geplant, hieß es in einer Mitteilung der Berliner Polizei am Freitag.

Damit solle die Verkehrssicherheit gesteigert und für mehr Verständnis und Rücksichtnahme geworben werden.

Für die Kontrollen wurden Straßen ausgesucht, in denen Bus- und Radspuren sowie Radwege besonders häufig zugestellt werden.

Bei einer vergleichbaren Aktion im vergangenen Oktober waren in der Hauptstadt fast 6795 Halt- und Parkverstöße geahndet worden (TAG24 berichtete).

Alarmierende Zahlen: Im Jahr 2017 wurden 37.487 Halt- und Parkverstöße auf Radschutzstreifen und Radwegen, 33.122 Verstöße auf Busspuren und 58.118 Verstöße in zweiter Reihe zur Anzeige gebracht.

Erst in dieser Woche hatten der Verkehrsclub VCD und die Initiative Clevere Städte zu einer bundesweiten Aktionswoche gegen Falschparker aufgerufen. Teilnehmer sollten etwa Seitenspiegel mit Luftballons markieren oder mit Fahrern sprechen beziehungsweise sie anzeigen, wie TAG24 berichtete.

Im Vorfeld der Aktion mahnte Berlins Innensenator Andreas Geisel (52, SPD): "Ich kann es nicht oft genug sagen: Für das Funktionieren der Stadt sind Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme für alle geboten. Dieser einfache Grundsatz kann Unfälle verhindern und Leben retten. Am Ende geht es um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden."

Die Organisatoren fordern mehr Kontrollen – und dass die Verstöße teurer werden. Das Thema Falschparken bewegt die Gemüter schon lange.

Titelfoto: dpa/Alexander Heinl


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