Berliner Polizei bettelt um Waffen bei der Bundeswehr

40 Maschinenpistolen wurden bei der Bundeswehr ausgeliehen. (Symbolbild)
40 Maschinenpistolen wurden bei der Bundeswehr ausgeliehen. (Symbolbild)  © dpa (Symbolbild)

Berlin - Akuter Waffenmangel herrscht bei Berlins Polizei. Kurzerhand leiht sich also die rot-rot-grüne Landesregierung Maschinenpistolen für die Polizeibeamten und das ausgerecht bei der Bundeswehr. Dabei lehnt der Senat diese doch aus ideologischen Gründen ab.

Wie die B.Z. berichtet, handelt es sich in Deutschland dabei um einen einmaligen Vorgang. So soll das Spezialeinsatzkommando (SEK) 40 Maschinenpistolen des Typs MP7 von Heckler & Koch nutzen dürfen.

Polizeisprecher Thomas Neuendorf zu den Kosten: "Der jährlich Mietzins für die ausgelieferten Waffen liegt bei 2847,90 Euro." Nach Informationen der Zeitung fallen jedoch noch Zusatzkosten für Sondergebühren an. Insgesamt sollen die Kosten damit bei 13.000 Euro pro Jahr liegen, die an die Bundeswehr gehen.

Bereits im Juli 2016 wurde der Deal zwischen Polizeipräsident Klaus Kandt und dem Bundesverteidigungsministerium abgeschlossen, der eigenlicht mit Ende 2017 auslaufen sollte. Der Berliner Senat verlängerte den Vertrag jedoch noch bis zum 31. März 2018.

Eine weitere Verlängerung um fünf Monate soll geplant sein. Doch wieso muss das SEK sich bei der Bundeswehr Waffen leihen? Vermutet werden Lieferschwierigkeiten bei Heckler & Koch.

Für eine Bestellung von 45 Stück der Berliner Polizei soll die Auslieferung bereits von September 2017 auf Februar 2018 verschoben worden sein.

Titelfoto: dpa (Symbolbild)


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