Sohn rettet seine Mutter und bezahlt das mit dem Leben

Die Polizei sichert an einem Tatort Spuren (Symbolbild).
Die Polizei sichert an einem Tatort Spuren (Symbolbild).  © DPA

Berlin – Ein junger Mann hört seine Mutter um Hilfe schreien, er rennt zu ihr, rettet sie vor mehreren Räubern und wird von diesen niedergestochen.

Wie die Polizei erst jetzt mitteilte, hatten drei Männer und zwei Frauen im Alter von 18 und 19 Jahren sollen geplant haben, die Inhaberin eines Spätkaufs an der Bundesallee (Wilmersdorf) am 5. November zu überfallen. Die Aktion misslang jedoch. Nachdem die Frau den Laden um 22.45 Uhr verließ, sollte ihr laut Polizei an einem Parkplatz in der Nähe ihres Wohnhauses Bargeld geraubt werden.

Durch ihre Schreie und Flucht ins Wohnhaus wurde ihr 21-jähriger Sohn aufmerksam. Er habe versuchte, zwei Angreifer zu stellen. Der noch flüchtige 20-Jährige soll auf den jungen Mann eingestochen haben, er sei dabei von dem 22-Jährigen unterstützt worden sein. Das Opfer starb noch am Tatort an seinen schweren Verletzungen.

Nach tödlichen Messerstichen ist einer der mutmaßlichen Täter gefasst worden. Der 22-Jährige sitze in Untersuchungshaft, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Ihm werde gemeinschaftlicher Mord vorgeworfen. Der Verdächtige habe sich schon Mitte November den Behörden gestellt. Wegen der Identifizierung von zwei mutmaßlichen Mittätern im Alter von 20 und 22 Jahren sei der Fall erst jetzt mitgeteilt worden, hieß es bei der Polizei. Diese beiden seien noch auf der Flucht.

Der Verdächtige, der jetzt in U-Haft sitzt, wartete nach den bisherigen Ermittlungen mit den beiden Frauen in einem Auto und fuhr dann mit den mutmaßlichen Mittätern nach Berlin-Wedding. Unterwegs sei das Tatmesser von einer Brücke ins Wasser geworfen worden. Gegen die Frauen wird wegen des Verdachts der Beteiligung am versuchten schweren Raub ermittelt.

Titelfoto: DPA


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