Bote will Paket beim Nachbarn abgeben, dann rückt das Spezialeinsatzkommando an

Berlin - Die Bedrohung eines Paketzustellers mit einer Waffe am Freitagnachmitag in Berlin-Prenzlauer Berg löste einen Einsatz mit Polizei und Sepzialeinsatzkommando aus. Die Straße wurde gesperrt, die Wohnung des stock-und waffeschwingenden Rentners durchsucht.

Der Paketbote wurde bedroht, sodass ein Sondereinsatzkommando anrücken müsste. (Bildmontage)
Der Paketbote wurde bedroht, sodass ein Sondereinsatzkommando anrücken müsste. (Bildmontage)  © dpa, 123rf (Bildmontage)

Wie die Polizei am Samstag mitteilte, hatte der Bote vergeblich versucht, das Paket gegen 16:20 Uhr beim Empfänger abzugeben

Daher klingelte er bei einem Nachbarn im Haus. Dieser habe erst aus dem Fenster im ersten Stock geschrien, dann mit einem Stock in der Hand gedroht.

Damit war das Szenario aber noch nicht vorbei: Der Mann verschwand kurz, kehrte zurück und zielte dann mit einer Schusswaffe auf den 25-Jährigen, während er ihn fremdenfeindlich beleidigte.

Dem Paketzusteller konnte noch mit dem Fahrzeug flüchten und die Polizei alarmieren, die mit 30 Mann anrückte.

Die Straße wurde daraufhin vorübergehend gesperrt. Nach einem Durchsuchungsbeschluss ging das Spezialeinsatzkommando in die Wohnung des 61-Jährigen. Dort fanden die Beamten eine Luftdruckpistole und beschlagnahmten diese. Der Rentner war zwischenzeitlich getürmt, konnte aber betrunken gegen 0.50 Uhr in der Nähe von einer Streife festgenommen werden.

Nach einer freiwilligen Blutentnahme wurde der Mann wieder auf freien fuß gesetzt. Nun ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin wegen der fremdenfeindlichen Beleidigung.

Der Staatsschutz ermittelt.
Der Staatsschutz ermittelt.  © 123RF

Titelfoto: dpa, 123rf (Bildmontage)

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