"Nazi-Bitch!" Rapper Farid Bang geht auf AfD-Weidel los

Berlin - Er kann es einfach nicht lassen! Nach dem Eklat um seine Echo-Auszeichnung für sein umstrittenes Album "Jung, Brutal, Gutaussehend 3" hat Rapper Farid Bang einen neuen Song aufgenommen, in dem er die AfD-Politikerin Alice Weidel (39) attackiert.

Farid Bang (31) droht der AfD-Chefin Alice Weidel (39) in einem Rap an, das Nasenbein zu brechen. (Bildmontage)
Farid Bang (31) droht der AfD-Chefin Alice Weidel (39) in einem Rap an, das Nasenbein zu brechen. (Bildmontage)  © DPA (Bildmontage)

Am Montagabend veröffentlichte der 31-Jährige bei Instagram einen rund 20 Sekunden langen Ausschnitt seines alten Songs "Killa", den er " nochmal komplett überarbeitet" hat, wie er schreibt.

Darin beschimpft er Weidel unter anderem als "Nazi-Bitch" bezeichnet und droht, ihr das Nasenbein zu brechen.

Die AfD-Fraktion im Landtag Baden-Württemberg zeigte sich am Dienstag empört über die Zeilen über die Politikerin mit dem Wahlkreis in Überlingen am Bodensee.

Farid Bang und sein Rap-Partner Kollegah (34) waren im April trotz von vielen als antisemitisch empfundener Textzeilen mit dem Echo ausgezeichnet worden (TAG24 berichtete).

Weidel hatte damals getwittert, Bang sei "nichts weiter als ein asozialer Marokkaner" – eine Anspielung auf dessen Song "Asozialer Marokkaner". Der in Spanien geborene Musiker hat marokkanische Wurzeln und lebt seit seiner Kindheit in Deutschland.

Die Debatte um heftig kritisierte Textzeilen wie "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen" hat Farid Bang und Kollegah die Zusammenarbeit mit ihrer Plattenfirma gekostet: Ende April gab die Bertelsmann Music Group bekannt, sich von den beiden Rappern getrennt zu haben, wie TAG24 berichtete.

Update 11.18 Uhr

Nach der rüden Verbalattacke prüft AfD-Politikerin Alice Weidel rechtliche Schritte gegen Farid Bang. Sie schaue, ob und wie man dagegen vorgehen werde, erklärt ihr Pressereferent Daniel Tapp am Dienstag auf DPA-Anfrage. Weidel habe sich aber noch keine abschließende Meinung gebildet. Sie wolle den Angriff zunächst nicht kommentieren.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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