Rebecca vermisst: Löst dieses unscheinbare Gerät das Rätsel?

Berlin - Seit über zwei Wochen fehlt von Rebecca jede Spur. Nun konzentrieren sich die Ermittler auf das Familienauto, das der verdächtige Schwager zum Zeitpunkt des Verschwindens benutzte. Den entscheidenden Hinweis könnte dieses unscheinbare Gerät geben.

Dieses Bild zeigt exakt die Verkehrsüberwachungsanlage, die laut Staatsanwaltschaft das Kennzeichen des himbeerroten Twingos am 18. und 19 Februar erfasst hat.
Dieses Bild zeigt exakt die Verkehrsüberwachungsanlage, die laut Staatsanwaltschaft das Kennzeichen des himbeerroten Twingos am 18. und 19 Februar erfasst hat.  © Morris Pudwell

Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin teilte mit, dass eine Verkehrsüberwachungsanlage (sogenanntes automatische Kennzeichen-Erfassungssystem (KESY)) auf der A12 das Kennzeichen des himbeerroten Twingos am 18. und 19. Februar erfasst hat.

Hierbei soll es sich um das abgebildete Gerät handeln. Dieses KESY ist an auf der A12 angebracht. Das Gerät erfasst die Kennzeichen vom Heck der Fahrzeuge. Die Fahrzeuge sind kommend aus Berlin.

Hintergrund: In Brandenburg nutzt die Polizei seit 2010 die automatische Kennzeichenfahndung KESY. Mit ihr wurde im Fall Rebecca das Familienauto auf der Autobahn nach dem Tag ihres Verschwindens erfasst.

Mit KESY werden zum einen Daten erhoben, wenn es um die Gefahrenabwehr gehe. Das erklärte Mario Heinemann, Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums, am Mittwoch.

Dabei gehe es etwa um die Suche nach zur Fahndung ausgeschriebenen Fahrzeugen, weil sie gestohlen oder für Straftaten genutzt wurden. Kennzeichen anderer Fahrzeugen werden gelöscht.

Bisherigen Ermittlungen zufolge hatte zu diesem Zeitpunkt nur der 27-jährige Schwager Zugriff auf dieses Auto. Dazu veröffentlichten die Ermittler Fotos des Autos und des Verdächtigen.

Laut Polizeiangaben wurde der Wagen von einer Verkehrsüberwachungsanlage auf der Bundesautobahn 12 zwischen Berlin und Frankfurt/Oder, am Montag, den 18. Februar 2019, um 10.47 Uhr gefilmt. Auch am darauf folgenden Tag, Dienstag, den 19. Februar 2019, um 22.39 Uhr wurde das Auto von der Kamera erfasst.

Der Mann von Rebeccas älterer Schwester sitzt seit dieser Woche in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl gegen ihn wurde mit dem "dringenden Tatverdacht des Totschlags" begründet.

Mit diesem Auto soll er unterwegs gewesen sein.
Mit diesem Auto soll er unterwegs gewesen sein.

Mit der Veröffentlichung von Fotos des Verdächtigen, sowie des Autos und der verschwundenen Fleece-Decke, erhoffen sich die Ermittler neue Hinweise. Die Polizei fragt nun:

  • Wer hat das Auto des Tatverdächtigen am Vormittag des 18. Februar 2019 und/oder in den Nachtstunden vom 19. zum 20. Februar gesehen?
  • Wer kann Angaben zu Aufenthaltsorten des Tatverdächtigen zu diesen Zeiten machen?
  • Wer kennt den Tatverdächtigen und kann Bezugspunkte von ihm benennen, die zwischen Berlin und Frankfurt/Oder liegen?
  • Wer kann Angaben zum Verbleib der abgebildeten Fleecedecke (Größe ca. 150 x 200 cm) machen, die seit der Tat aus dem Haushalt des Tatverdächtigen fehlt?

Hinweise nimmt die 3. Mordkommission beim Landeskriminalamt, Keithstraße 30 in 10787 Berlin unter folgender Rufnummer (030) 4664-911333 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Mit Rebecca verschwand auch eine rosa Fleece-Decke.
Mit Rebecca verschwand auch eine rosa Fleece-Decke.  © Polizei Berlin

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