Seit drei Monaten vermisst: Familie wendet sich mit emotionaler Botschaft an Rebecca

Berlin - Es sind Zeilen, die unter die Haut gehen! Seit drei Monaten ist Rebecca Reusch (15) wie vom Erdboden verschluckt. Während die Polizei weiter ermittelt, wendet sich ihre Familie mit rührenden Worten an ihre "Becci".

Seit dem 18. Februar ist Rebecca verschwunden. (Bildmontage)
Seit dem 18. Februar ist Rebecca verschwunden. (Bildmontage)  © Screenshot/Instagram/viiiivaaa_, DPA

Am 18. Februar 2019 verschwand Rebecca Reusch aus dem Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers – dem weiter tatverdächtigen Florian R. – im Neuköllner Stadtteil Britz (TAG24 berichtete). Am morgigen Samstag sind bereits drei Monate vorbei.

Es ist ein Anlass für die Familie, ihr enges Verhältnis zu ihrer "Becci" zum Ausdruck zu bringen. "Die Zeit verrinnt durch unsere Finger, 3 Monate sind wir nun ohne dich...", lauten die ersten, bewegenden Worte eines Briefs, der an die vermisste Schülerin gerichtet ist, wie "RTL" berichtet.

Der Schmerz sitzt tief, die Ungewissheit ist nicht zu ertragen und wird in jeder Zeile deutlich, die Vater Bernd und Mutter Brigitte verfasst haben.

"Wir sind verloren in unserer Angst und jeden Tag schwindet die Hoffnung, dich jemals wiederzusehen. Wir sind erstarrt in unserer Trauer, alles verhärtet sich innerlich in uns und doch funktionieren wir jeden Tag", schlagen die Eltern in dieser herzergreifenden Bekundung emotionale Töne an.

Immer wieder bat die Familie die Öffentlichkeit um Mithilfe, erhob zudem aber auch schwere Vorwürfe gegenüber den ermittelnden Beamten (TAG24 berichtete).

Das Leben und Leid nach dem mysteriösen Verschwinden

Kriminaltechniker der Berliner Polizei untersuchen das Haus der Schwester der verschwundenen 15-jährigen Rebecca.
Kriminaltechniker der Berliner Polizei untersuchen das Haus der Schwester der verschwundenen 15-jährigen Rebecca.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Zuletzt wurde es still um die Familie. "Das Leben geht weiter", sagte Rebeccas Vater Bernd zuletzt im Interview zur Osterzeit. Und dennoch: Die Hoffnung will die Familie nicht aufgeben. "Wir stehen am Fenster, starren hinaus und denken jetzt... Jetzt musst du doch kommen", offenbarten ihre Liebsten ihr Innerstes in dem Brief.

Die Ernüchterung folgte prompt, wie sie weiter betonten: "Doch stattdessen fahren die Autos ganz langsam an unserem Haus vorbei und schauen zu uns rüber... rüber zu Eltern, die trauern. Was für eine Sensation!"

Es sind Worte, die unter die Haut gehen. Rebeccas ältere Schwester Jessica beschreibt die 15-Jährige als "ein sehr fröhlicher Menschen". Auch am Tag ihres rätselhaften Verschwinden gab es keinen Grund zur Besorgung. "Da war alles schön. Da hat sie sich zwar über einen Ex-Freund beschwert, aber wer macht das nicht. Aber ansonsten", erinnert sich die 27-Jährige weiter im Gespräch.

Die Familie hofft weiterhin, ihre "Becci" eines Tages wieder in die Arme schließen zu können. Auch wenn eine Wende in dem Fall bislang ausblieb, ermittelt die Polizei weiter. Die Akten können nicht endgültig geschlossen werden. Die Polizei geht von einem Mordfall aus – und Mord verjährt nicht.

Titelfoto: Screenshot/Instagram/viiiivaaa_, DPA

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