Vermisste Rebecca: Was steckt hinter dem zweiten himbeerroten Renault Twingo?

Berlin - Seit über drei Wochen ist Rebecca vom Erdboden verschluckt. Die Polizei geht weiter von einem Tötungsdelikt aus. Die Beamten wurden auf die Spur eines himbeerroten Renault Twingo gebracht. Das Auto soll zuvor auf dem Waldweg bei Rieplos gesehen sein worden.

Die 15-jährige Rebecca wird seit über drei Wochen vermisst.
Die 15-jährige Rebecca wird seit über drei Wochen vermisst.

Drei Tage lang hatten jeweils Hundertschaften der Polizei den weitläufigen Kiefernwald rund 50 Kilometer südöstlich von Berlin mit Leichensuchhunden und anderen Spürhunden systematisch durchkämmt - ohne etwas zu finden.

Die Suche dort hatte ein Hinweis auf das auffällige himbeerrote Auto des Schwagers ausgelöst.

Der verdächtige Schwager war mit dem auffälligen Renault Twingo auf der Autobahn am Tag ihres Verschwindens und danach unterwegs, wie Aufnahmen eines Kennzeichen-Erfassungssystems beweisen (TAG24 berichtete).

Ein potenzieller Zeuge habe gesagt, es könnte sein, dass er den Twingo in diesem Wald gesehen habe, bestätigte die Sprecherin auf Nachfrage.

Der Hinweis sei aber mit Konjunktiven versehen gewesen, es habe kein Foto oder ähnliches gegeben.

as am 06.03.2018 von der Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin zur Verfügung gestellte Handout zeigt einen Renault Twingo, der nach Polizeiangaben am Morgen des Verschwindens von Rebecca und am Abend des nächsten Tages auf der Autobahn zwischen Berlin und
as am 06.03.2018 von der Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin zur Verfügung gestellte Handout zeigt einen Renault Twingo, der nach Polizeiangaben am Morgen des Verschwindens von Rebecca und am Abend des nächsten Tages auf der Autobahn zwischen Berlin und  © ---/Polizei Berlin/dpa

Nun wurde ein zweiter Renault Twingo in der selben auffälligen Farbe gefunden. Was hat es damit auf sich? Das Auto gehört jedoch einen Montageschlosser und seiner Frau aus Görsdorf (bei Storkow in Brandenburg), wie die "Bild"-Zeitung berichtet.

Könnte dies das Fahrzeug sein, dass der potentielle Zeuge gesehen hat? Eher unwahrscheinlich, wie der Montageschlosser der Zeitung erzählte. Zwar sind die Pkws baugleich, doch Kennzeichen und Aufkleber auf der Heckscheibe machen den Unterschied.

Mehr noch: Der Wagen sei in den vergangenen Wochen kaum bewegt worden, stand meist vor der Tür. Auch auf dem Waldweg bei Rieplos (im Raum Storkow südöstlich von Berlin) sei der Twingo nicht gewesen.

Dort hatten Beamte der Kriminalpolizei in weißen Schutzanzügen in dem Waldstück am letzten Dienstag einen Gipsabdruck von Reifenabdrücken gemacht (TAG24 berichtete).

Das Auto ist der Familie nach Angaben der Polizei am vergangenen Freitag zurückgegeben worden. Darin hatten die Ermittler Haare von Rebecca und Fasern einer Fleecedecke, die zusammen mit dem Mädchen aus dem Haus verschwunden war, gefunden.

Bei der Polizei sind inzwischen 1.500 Hinweise eingegangen. Die grundsätzliche Suche der Mordkommission dauert an. Eine erneute größere Suchaktion in Brandenburg gab es am Freitag jedoch nicht. Ob am Wochenende etwas geplant ist,war noch nicht bekannt, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Rebecca ist am 18. Februar verschwunden. Zuletzt war sie in der Wohnung ihrer Schwester und ihres Schwagers. Die Polizei geht davon aus, dass das Mädchen das Haus nicht lebend verließ und dort getötet wurde.

Am Donnerstag suchte eine Hundertschaft den Storkower Ortsteil Kummersdorf (Landkreis Oder-Spree) ab.
Am Donnerstag suchte eine Hundertschaft den Storkower Ortsteil Kummersdorf (Landkreis Oder-Spree) ab.  © DPA

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