"Schluss mit Hartz IV": Michael Müller wirbt für Grundeinkommen

Berlin - Berlins Regierender Bürgermeister distanziert sich von der Hartz-IV-Politik und will diese beenden. Sein Plan: Ein solidarisches Grundeinkommen für ehrenamtliche Tätigkeiten.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller ist gegen die Hartz-IV-Politik.
Der Regierende Bürgermeister Michael Müller ist gegen die Hartz-IV-Politik.  © DPA

So äußerte Michael Müller (SPD) gegenüber der Berliner Morgenpost: "Man muss zur Kenntnis nehmen, dass jenseits der Erfolge der Agenda-Reformen es auch 15 Jahre danach keine gesellschaftliche Akzeptanz für Hartz IV gibt."

Für ihn steht fest, dass mit einem neuen "Recht auf Arbeit" das bestehende System ergänzt werden muss. Arbeitslosen müsse anders geholfen werden, statt mit Hartz IV.

Müller sieht in einem solidarischen Grundeinkommen die Lösung für das Problem. Hierbei handelt es sich um ein Einkommen, das Menschen erhalten die in einem Arbeitsverhältnis sind, sich beispielsweise ehrenamtlich um Rentner kümmern.

"Es gibt einen normalen Arbeitslohn, es werden Sozialabgaben geleistet, man erwirbt Rentenansprüche", so der regierende Bürgermeister.

Einerseits würden die Menschen unterstützt werden, "und umgekehrt bringen diese ihre Arbeitskraft ein in Bereichen, die unserer Gemeinschaft zugutekommen".

Wie hoch das Grundeinkommen sein soll, weiß Müller bereits: "Wir orientieren uns am Mindestlohn. Da landet man als Single in Vollzeit bei etwa 1500 Euro brutto oder 1200 Euro netto. Wenn man Kinder hat, kommt noch das Kindergeld dazu."

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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