Schießerei auf offener Straße! Zwei Männer schwer verletzt, SEK stürmt Haus

Berlin - Blutige Schießerei mit mehreren Beteiligten am Donnerstagabend im Märkischen Viertel im Stadtteil Reinickendorf. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) musste anrücken.

Ein schwerbewaffneter SEK-Beamter am Tatort im Märkischen Viertel.
Ein schwerbewaffneter SEK-Beamter am Tatort im Märkischen Viertel.  © Morris Pudwell

Laut TAG24-Informationen peitschten gegen 22.20 Uhr im Eichhorster Weg mehrere Schüsse durch die Nacht.

Mindestens ein Mann wurde auf einem Gehweg getroffen, verlor viel Blut. Schwerverletzt kam er nach notärztlicher Erstversorgung in ein Krankenhaus.

Da zwei Verdächtige in Tatort-Nähe vermutet wurden, durchsuchte das SEK in schwerer Schutzausrüstung mit Maschinenpistolen im Anschlag ein Haus – vergeblich.

Fündig wurden Berliner Polizisten dann jedoch rund 700 Meter entfernt auf einem Parkplatz im Finsterwalder Weg: Dort hatten sich die beiden Männer zwischen parkenden Autos versteckt.

In Handschellen wurden die mutmaßlichen Schützen abgeführt – ein 25- und ein 26-Jähriger.

Ermittler sperrten den Einsatzort weiträumig ab, um Spuren zu sichern. Eine Hundertschaft durchsuchte angrenzendes Gebüsch und schaute unter Autos.

Die Mordkommission hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Update 8.19 Uhr

Die Schüsse sollen in den Nähe des Tschetschenischen Kulturvereins gefallen sein. Zum Ablauf und dem Hintergrund konnten die Beamten zunächst keine Angaben machen.

Laut Polizei wurde auch noch ein zweiter Mann schwerverletzt. Die beiden Opfer sind 21 und 31 Jahre alt.

Polizisten nahmen nach der Schießerei am 2. August in Reinickendorf einen Verdächtigen fest.
Polizisten nahmen nach der Schießerei am 2. August in Reinickendorf einen Verdächtigen fest.  © Morris Pudwell
SEK-Beamte in Schutzausrüstung kurz bevor sie ein Gebäude im Eichhorster Weg stürmen.
SEK-Beamte in Schutzausrüstung kurz bevor sie ein Gebäude im Eichhorster Weg stürmen.  © Morris Pudwell

Titelfoto: Morris Pudwell