In diesem Bundesland gibt's die meisten Syphilis-Kranken!

Berlin - Berlin bleibt weiter das Bundesland mit den meisten Syphilis-Fällen in Deutschland. Bei 1333 Menschen wurde die sexuell übertragbare Infektion im vergangenen Jahr gemeldet, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht.

Mit einem solchen Heimtest wird u.a. anhand einer Blutprobe ermittelt, ob man an einer Geschlechtskrankheit wie Syphilis, HIV oder Tripper erkrankt ist.
Mit einem solchen Heimtest wird u.a. anhand einer Blutprobe ermittelt, ob man an einer Geschlechtskrankheit wie Syphilis, HIV oder Tripper erkrankt ist.  © DPA

Im Verhältnis zur Einwohnerzahl steht Berlin mit diesen Zahlen vor Hamburg und Nordrhein-Westfalen.

In Berlin sind die Werte seit 2010 (601 Fälle) kontinuierlich gestiegen, 2016 war die Erkrankung 1249 Mal diagnostiziert worden.

Einen Anstieg sehen die RKI-Forscher laut einem aktuellen Bericht auch bundesweit, betroffen sind häufig schwule Männer.

Insbesondere in den 80er-Jahren war die bakterielle Infektion mit der Ausbreitung von HIV/Aids und Safer Sex zurückgedrängt worden. Inzwischen ist eine HIV-Infektion wie eine chronische Krankheit behandelbar, wenn auch nicht heilbar.

Die Rückkehr der Krankheit kann den Experten zufolge mit einem häufigeren Kondom-Verzicht zu tun haben.

Oftmals verläuft Syphilis ohne Symptome. Auch in anderen Fällen kann die Infektion lange unbemerkt bleiben.

Zunächst tritt meist wenige Tage oder Wochen nach der Ansteckung ein Geschwür zum Beispiel an den Geschlechtsorganen auf, das keine Schmerzen verursacht.

Unbehandelt können weitere Anzeichen folgen: von Fieber, Müdigkeit, Kopf- und Muskelschmerzen über geschwollene Lymphknoten bis hin zu Hautveränderungen. Jahre nach der Infektion sind etwa Schädigungen des Gehirns und der Blutgefäße möglich.

Titelfoto: DPA

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