Nach Mobbing-Shitstorm gegen Küblböcks Schauspielschule: Theaterchef hat genug gehört

Berlin - Die von Daniel Kaiser-Küblböck besuchte ETI Schauspielschule Berlin sieht sich Anfeindungen im Internet ausgesetzt. Auslöser dafür ist ein vom Sänger angeblich verfasster Facebook-Post auf einer Fanseite, wie TAG24 berichtete. In diesem erhebt der 33-Jährige schwere Mobbingvorwürfe, welche nun zu einem Shitstorm geführt haben. Die Verantwortlichen mussten reagieren und der Theaterchef bezog nun dazu Stellung.

Auf seinem neu angelegten Instagram-Account zeigte sich Daniel Kaiser-Küblböck vermehrt als Frau. (Bildmontage)
Auf seinem neu angelegten Instagram-Account zeigte sich Daniel Kaiser-Küblböck vermehrt als Frau. (Bildmontage)  © Screenshot/Instagram, DPA (Bildmontage)

"Leider sehen wir uns gezwungen, unsere Facebook-Präsenz vorübergehend einzustellen", teilte die ETI Schauspielschule Berlin am Mittwoch mit (TAG24 berichtete). "Ein durch unbelegte, im Netz kursierende Mobbing-Behauptungen ausgelöster Shitstorm ist über uns hereingebrochen, der sowohl Daniel gegenüber unwürdig ist, als auch dem Ansehen unserer SchülerInnen, AbsolventInnen und DozentInnen schadet."

Außerdem sagte die Schule für Donnerstag geplante Aufführungen der Abschlussinszenierung des Schauspieljahrgangs ab, in dem auch Kaiser-Küblböck war: "Aufgrund der tragischen Ereignisse um Daniel Kaiser-Küblböck haben das Ensemble und die Schulleitung des ETI beschlossen, die Vorstellungen von 'Niemandsland' vom 13.–16.09. abzusagen."

Die Schauspielschule leidet unter den Anschuldigungen schwer. So schwer, dass nun der ETI-Vorstandsvorsitzende Robert Mau in einem exklusiven BILD-Interview Stellung dazu bezog. "Keiner weiß genau, ob der Post von ihm stammt. Selbst wenn, hat Daniel da etwas falsch verstanden", erklärt der 55-Jährige.

Stattdessen soll der DSDS-Star durch permanente Verfehlungen aufgefallen sein. "Er war aggressiv und unzuverlässig." Doch Mau wollte offenbar seinem Schützling helfen. "Mehrere Male habe ich ihm zu einer Therapie geraten. Aber er blockte ab."

Kurz vor Küblböcks Reiseantritt auf der "AIDAluna" erhielt Mau sogar eine Nachricht von Daniel. Er schrieb, "dass er durch seine Rolle der Aurora gemerkt hat, dass er eine Frau werden will. Das würde schmerzhaft werden, aber er freue sich".

Wie schmerzhaft dieser Prozess werden würde, ahnte zuvor allerdings niemand.

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Normalerweise zieht es TAG24 vor, nicht über mögliche versuchte Suizide zu berichten. Da sich der Vorfall aber komplett im öffentlichen Raum abgespielt hat und der Fall besondere mediale Aufmerksamkeit auf sich zieht, hat sich die Redaktion entschieden, es zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: Screenshot/Instagram, DPA (Bildmontage)


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