Stalin ist zurück: Darum steht in Berlin eine Statue vom Diktator

Die große Stalin-Statue wurde bereits am Dienstag an der Karl-Marx-Alle, die ehemals Stalinallee hieß, aufgestellt.
Die große Stalin-Statue wurde bereits am Dienstag an der Karl-Marx-Alle, die ehemals Stalinallee hieß, aufgestellt.  © DPA

Berlin - In der Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen ist am Donnerstagabend eine neue Ausstellung eröffnet worden. Die Schau "Der Rote Gott - Stalin und die Deutschen" setzt sich mit dem Personenkult um den sowjetischen Diktator Josef Stalin in der frühen DDR auseinander. Zur Eröffnung kam auch Kultursenator Klaus Lederer (Linke).

Anhand von Propagandafilmen, Fotos, Büchern und Dokumenten wird gezeigt, wie die SED-Führung unter Walter Ulbricht alles daran setzte, die Ostdeutschen auf den sowjetischen Machthaber Josef Stalin als großes Vorbild einzuschwören.

Gedenkstättenleiter Hubertus Knabe sagte, es habe in der DDR eine bizarre Verehrung eines Massenmörders gegeben - nicht nur bei SED-Funktionären, sondern auch bei Intellektuellen, Arbeitern und Dichtern.

Diese Vergötterung sei niemals öffentlich in Frage gestellt worden. Stalin habe mehr als 44.000 Todesurteile eigenhändig unterschrieben und den Tod von Millionen Menschen zu verantworten.

Die Sonderausstellung, die ab Freitag für Besucher kostenlos geöffnet ist, zeigt auch eine überlebensgroße Stalin-Figur, die in der Mongolei ausfindig gemacht wurde. Die tonnenschwere Statue wurde liegend am Eingang der Schau platziert.

Titelfoto: DPA