Wegen Brandanschlag auf die Deutsche Bahn: Neonazis verpassen Demo

In Berlin ging die Demo trotzdem wie geplant durch Spandau.
In Berlin ging die Demo trotzdem wie geplant durch Spandau.  © DPA

Potsdam - Infolge der Brandanschläge auf Signalanlagen der Deutschen Bahn sind etwa 250 Neonazis auf dem Weg nach Berlin in Brandenburg hängengeblieben und haben dort für Unruhe gesorgt.

Eigentlich wollten sie am Samstag in der Hauptstadt am Aufmarsch zum 30. Todestag des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß teilnehmen, wie die Polizei mitteilte. Die Gruppe meldete daraufhin eine Spontandemonstration in Falkensee (Havelland) an, lief zwei Stunden lang durch die Kleinstadt und beschädigte dabei das Schaufenster eines Büros der Grünen.

Die Polizei sicherte die Veranstaltung mit 200 Beamten. 20 Kilometer entfernt geriet auch die Berliner Heß-Demo ins Stocken, da Gegendemonstranten die Route blockierten.

Brandanschläge auf die Bahnanlagen hatten am Samstag zu Ausfällen auf den Zugstrecken zwischen Berlin, Hamburg und Hannover geführt, die auch in der Nacht zu Sonntag noch nicht beseitigt waren.

Die Polizei ermittelt in alle Richtungen, hält aber einen Zusammenhang mit der Anreise der Neonazis für naheliegend.

Titelfoto: DPA


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