So lief der spektakuläre Überfall auf Luxus-Juwelier am Ku'damm

Eine der entglasten Vitrinen, aus der die Uhren gestohlen wurden.
Eine der entglasten Vitrinen, aus der die Uhren gestohlen wurden.  © DPA

Berlin – Nach einem Überfall auf einen Luxusjuwelier am Donnerstag am Berliner Kurfürstendamm werden die Täter weiter gesucht. Zeugenaussagen zufolge waren es drei Männer, wie eine Polizeisprecherin am Freitagmorgen sagte.

Der erste der Täter habe am Donnerstagnachmittag vorgetäuscht, Kunde zu sein, teilte die Polizei mit. Als der Wachmann ihm die Tür öffnete, sei ein zweiter Mann hinzugekommen, habe ihn mit einem Hammer niedergeschlagen. Dann sei er in den Laden gerannt, und habe dort mit dem Hammer die Glasvitrinen zerstört. Daraus klaute er dann wertvolle Uhren.

Der andere Täter sicherte währenddessen die Tür mit einer Schusswaffe ab. Ein Dritter wartete an der Ecke Wielandstraße/Kurfürstendamm und soll den beiden schließlich gewunken haben. Daraufhin flüchtete das Trio zu Fuß in Richtung Wielandstraße. Am Eingang des Geschäfts war am Abend eine zerstörte Glasvitrine zu sehen, der Tatort war abgesperrt.

Ein 43-jähriger Wachmann kam ins Krankenhaus. Dort liegt er auch noch am Freitag mit einer schwer verletzten Schulter. Wie hoch die Beute ist, stand laut Polizei zunächst nicht fest. Die Höhe werde aber auch später nicht mitgeteilt, sagte die Sprecherin.

In der Gegend rund um Berlins bekannteste Einkaufsmeile gibt es immer wieder Überfälle, vor allem auf Juweliere, Luxusuhrenläden und das Luxuskaufhaus KaDeWe. Der jüngste Schmuckraub mitten im Weihnachtsgeschäft erinnert an den Überfall auf das KaDeWe fast auf den Tag genau drei Jahre zuvor: Am 20. Dezember 2014, einem Samstag, hatten fünf Maskierte dort in der Schmuckabteilung Tränengas versprüht, mit Hämmern und Äxten Vitrinen zerstört und Uhren, Halsketten und Ohrringe in Taschen eingepackt.

Zwei Ermittler bei der Spurensicherung am Tatort.
Zwei Ermittler bei der Spurensicherung am Tatort.  © DPA

Titelfoto: DPA


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