In Thüringen wächst ein rechtsradikales Ökosystem

Die Bundes-, sowie Landesregierung in Thüringen zeigt sich alarmiert. (Symbolbild)
Die Bundes-, sowie Landesregierung in Thüringen zeigt sich alarmiert. (Symbolbild)  © DPA

Berlin/Themar - Die Zahl der rechtsextremen Konzerte in Deutschland steigt weiter.

Wie die Zeitung "Die Welt" unter Berufung auf das Bundesinnenministerium berichtet, wurden in den ersten neun Monaten des Jahres 191 musikalische Veranstaltungen der rechten Szene registriert. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum seien es noch 184 gewesen.

Zudem stieg die Zahl der Besucher allein im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr von 5000 deutlich auf rund 11.000 an. Als Grund dafür werden vor allem die beiden großen Rechtsrock-Konzerte im Juli im thüringischen Themar genannt.

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) will deshalb verstärkt gegen derartige Events vorgehen. "Im Süden von Thüringen ist ein rechtsradikales Ökosystem gewachsen", sagte Maier der "Welt". Auch die Linken-Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke, auf deren parlamentarische Anfrage die aktuellen Zahlen zurückgehen, zeigte sich alarmiert.

"Naziszene und rechte Subkultur sind nach wie vor mobilisierungsfähig – trotz des Siechtums der NPD."


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