Hiobsbotschaft für das Kino? Ulrich Matthes schwärmt vom Zauber der Leinwand

Berlin - Sind die Zeiten des Lichtspieltheaters passé? Ulrich Matthes (59, "Der Untergang") findet das nicht. Er ist überzeugt: Kinos haben auch in Zukunft einen Platz im Leben der Menschen.

Ulrich Matthes, Präsident der Deutschen Filmakademie, bei der Bekanntgabe der Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2019.
Ulrich Matthes, Präsident der Deutschen Filmakademie, bei der Bekanntgabe der Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2019.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

"Ich bin da ein realistischer Optimist oder ein optimistischer Realist, wie man will", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

"Ich glaube: Je digitaler unser Leben wird, desto größer wird ein dem Menschen zutiefst innewohnendes Bedürfnis nach dem Analogen. Danach, dass man in einer Gruppe mit anderen Menschen etwas erlebt."

"Die Energie eines Kinosaals, eines Theatersaals, eines Konzertsaals, einer Sporthalle ist doch immer wieder faszinierend", sagte Matthes, der neuer Präsident der Deutschen Filmakademie ist und am Freitag (3. Mai) die Goldene Lola verleiht.

"Diese große Leinwand, die in der Wirkung potenzierten Bilder und die damit verbundenen Emotionen gehen einem auf eine völlig andere Art und Weise unter die Haut als es dieses murmelnde, kleine iPhone oder das Alleine-auf-dem-Sofa-Hocken tun kann."

 Ulrich Matthes, Präsident der Deutschen Filmakademie, zeigt auf den Preis, die Lola, bei der Bekanntgabe der Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2019.
Ulrich Matthes, Präsident der Deutschen Filmakademie, zeigt auf den Preis, die Lola, bei der Bekanntgabe der Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2019.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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