Gaffer behindern Rettung von schwer verletztem Kind

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Berlin – Die Rücksichtslosigkeit von Gaffern bei Unfällen macht immer wieder fassungslos. Jetzt sorgt ein neuer Fall in Berlin für Entsetzen. Dabei behinderten mindestens 20 an der Unfallstelle herumstehende Menschen die Rettungskräfte bei der Versorgung eines schwerverletzten Kindes.

Der Siebenjährige war in Berlin-Oberschöneweide von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden.

Der Junge lief am Dienstag Zeugenaussagen zufolge in der Wilhelminenhofstraße auf die Fahrbahn, ohne auf den Verkehr zu achten, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Ein Autofahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr das Kind mit seinem Wagen an. Es kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.

An der Unfallstelle behinderten etwa 20 Passanten die Polizei und Rettungskräfte bei ihrer Arbeit.

"Während zwei Polizeibeamte den Unfall aufnahmen und Rettungssanitäter den verletzten Jungen versorgten, mussten sich Kräfte einer Einsatzhundertschaft sowie eine weitere Funkwagenbesatzung um etwa 20 Personen kümmern, die die Unfallaufnahme und die polizeilichen Maßnahmen zunächst störten", informierte die Polizei.

Titelfoto: DPA


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