Nach Porsche-SUV-Crash mit vier Toten: Polizei durchsucht Wohnung des Fahrers

Berlin - Nach dem tödlichen Autounfall mit einem SUV in Berlin ist die Wohnung des Fahrers von der Polizei und der Staatsanwaltschaft durchsucht worden.

Mit Blumen und Kerzen gedenken Menschen der Opfer des Verkehrsunfalls.
Mit Blumen und Kerzen gedenken Menschen der Opfer des Verkehrsunfalls.  © Paul Zinken/dpa

Die Durchsuchung erfolgte bereits am Freitag, wie eine Sprecherin der Berliner Staatsanwaltschaft am Montag sagte. "Dabei wurden Beweismittel sichergestellt. Sie müssen jetzt ausgewertet werden." Die "Bild"-Zeitung hatte darüber berichtet.

Die Durchsuchung hängt damit zusammen, dass eine Beifahrerin nach dem Unfall gesagt hatte, der Fahrer habe am Steuer einen epileptischen Anfall erlitten.

An die Patientenakte des Mannes kommt die Polizei aber nicht heran, weil für die Akte wegen der ärztlichen Schweigepflicht ein sogenanntes Beschlagnahmeverbot gilt.

Der Fahrer, gegen den wegen fahrlässiger Tötung ermittelt wird, könnte die Akte freigeben – was er aber nicht tat.

Am 6. September war das Auto an einer Kreuzung in Berlin über die Gegenfahrbahn hinweg von der Straße abgekommen. Der SUV rammte eine Ampel, überfuhr vier Menschen auf dem Gehweg und durchbrach einen Bauzaun. Unter den vier Todesopfern war auch ein dreijähriger Junge.

Der zerstörte SUV wird abgeschleppt.
Der zerstörte SUV wird abgeschleppt.  © Paul Zinken/dpa

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