Made in Germany: Baut Harley-Davidson seine Kult-Bikes bald in Berlin?

Berlin - Mit seinen Strafzöllen und den entsprechenden EU-Gegenmaßnahmen vergrault US-Präsident Donald Trump (72) große Firmen aus seinem Land (TAG24 berichtete). Jetzt denkt auch die Motorrad-Kultmarke schlechthin über Abschied nach.

Baut Harley-Davidson seine Motorräder künftig in Berlin?
Baut Harley-Davidson seine Motorräder künftig in Berlin?  © DPA

Denn Harley-Davidson will einen Teil seiner heimischen Produktion ins Ausland verlagern – und wird dabei von Berlin umworben.

Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Berlin Partner, Stefan Franzke, schickte deshalb Post nach Übersee, wie ein Sprecher am Freitag einen Bericht des "Tagesspiegel" gegenüber der DPA bestätigte.

Berlin sei die Hauptstadt der stärksten Volkswirtschaft Europas, schrieb Franzke an Harley-Davidson-Chef Matthew Levatich. Viele Unternehmen hätten zuletzt ihren Sitz an die Spree verlagert. Die Stadt ziehe hoch qualifizierte Talente aus der ganzen Welt an.

"Aber am wichtigsten: Berlin ist die Stadt der Freiheit", heißt es in dem Brief, der auf den 4. Juli datiert ist – ausgerechnet den Unabhängigkeitstag der USA. Er trägt die Überschrift "You are looking for freedom? Freedom Machine Berlin is our answer".

Das Schreiben sei laut Sendungsverfolgung angekommen, sagte der Sprecher der Wirtschaftsförderagentur. Eine Antwort stehe noch aus. Franzke verwies darauf, dass auch das BMW-Motorradwerk in Berlin ist. Er stellte Harley-Davidson zudem Fördergeld in Aussicht.

Die Kultfirma aus Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin hatte Ende Juni angekündigt, ihre Produktion in den USA zu reduzieren. Grund ist der Handelsstreit zwischen Präsident Donald Trump und der EU.

Das Unternehmen will Vergeltungszölle der EU umgehen, um Preiserhöhungen für Kunden in Europa zu vermeiden.

Titelfoto: DPA


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