Von wegen hilfreich! Warentest klärt über Grippe-Mittel auf

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Berlin - Es ist wieder so weit: Winter, Kälte, Schnee und zack, Schnupfen und Co. macht die Runde. Jetzt kommt schnell der Griff in die Medizinkiste – aber bringen die Präparate, was sie versprechen?

Bekannt durch Werbung sind vor allem Mittel wie Grippostad C, Wick MediNait oder Aspirin Complex. Und genau diese werden allzu oft bei Erkältungen verkauft. Sie bestehen aus mehreren kombinierten Wirkstoffen.

Die Stiftung Warentest hat jene rezeptfreie Arzneien geprüft. Das Ergebnis ist online einsehbar. Einige der Helferchen sind jedoch auf der Negativ-Liste gelandet!

In der "bösen" Liste sind Kombi-Präparate aufgeführt, die mehrere Wirkstoffe enthalten.

Unter nahezu ungeeigneten Medikamenten sind Kombiprä­parate (Medzin mit mehreren Wirk­stoffen). Bekannte Beispiele sind Erkältungs­mittel wie Aspirin Complex, Grip­postad C, Wick MediNait oder Schmerz­mittel wie Doppel Spalt compact, Neuralgin, Thomapyrin.

"Meist ergänzen sich die Inhalts­stoffe solcher Präparate nicht sinn­voll. Hinzu kommt, dass die Kombination verschiedener Wirk­stoffe im selben Medikament mit einem erhöhten Risiko von Neben­wirkungen einhergeht", schreibt Stiftung Warentest auf ihrer Homepage.

35 Präparate sind in der aktuellen Liste bei Stiftung Warentest

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Schmerzmittelkombinationen enthalten meist die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure (ASS) und Paracetamol. Kritisch dabei ist, dass mehrere Wirkstoffe zusammen nicht besser wirken. Im Gegenteil: Meist kommt es in Summe sogar zu unerwünschten (Neben-)Wirkungen.

"Grippostad C Kapseln" zum Beispiel: Da ist Paracetamol und Chlorphenamin, Koffein sowie Vitamin C drin. Die Warentester sind der Meinung, dass diese Kombination "nicht sinnvoll" sei. Antihistaminikum macht Dich müde. Sinnvoller sei laut den Experten, nur Paracetamol einzunehmen.

Dieses und andere (unnütze) Medikamente stehen jetzt in der Medikamentenliste, die die Stiftung Warentest aktuell zusammen­gestellt hat.

35 bekannte und wenig geeignete rezept­freie Präparate kann man da finden. "Verbraucher sollten anstelle dessen lieber geeignete Alternativen wählen, die ebenfalls in der Tabelle zu finden sind", heißt es.

Die Arznei­mittel­bewertungen der Stiftung Warentest erfolgen auf Grund­lage der Fach­literatur sowie der interna­tionalen wie nationalen klinischen Studien in vier Stufen von „geeignet“ bis „wenig geeignet“.


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