David Florian statt Florian David Fitz? Berliner ändern Reihenfolge ihrer Vornamen

Berlin - Seit November kann die Reihenfolge der Vornamen auf dem Standesamt geändert werden. Nach der Gesetzesänderungen ist der Andrang in den verschiedenen Bezirken unterschiedlich groß.

Florian David Fitz wird von der Gesetzesänderung wahrscheinlich kein Gebrauch machen.
Florian David Fitz wird von der Gesetzesänderung wahrscheinlich kein Gebrauch machen.  © DPA

Natürlich wird Florian David Fitz nicht seinen Vornamen neu sortieren, dennoch wäre es dank der Gesetzesänderung nun möglich. Er könnte sich auch Ullrich Ingo Florian Fitz nennen, schließlich besitzt er neben seinem "Künstlernamen" David, drei weitere Vornamen.

In ganz Deutschland können Menschen seit November die Reihenfolge ihrer Vornamen ohne Begründung ändern.

Dadurch soll der Rufname leichter erkennbar sein. Mehrere Hundert Berliner haben in den ersten drei Monaten nach der Gesetzänderung ihre Vornamen umsortiert, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Mehr als 250 Anträge auf eine Änderung der Namensreihenfolge gab es in Berlin bis Anfang Februar, die meisten davon im Bezirk Mitte: 39 Menschen wollten dort ihre Vornamen neu sortieren.

Ähnlich hoch waren die Zahlen in Charlottenburg-Wilmersdorf und Tempelhof-Schöneberg.

Nur Vornamen, die nicht mit einem Bindestrich versehen sind, können geändert werden.
Nur Vornamen, die nicht mit einem Bindestrich versehen sind, können geändert werden.  © DPA

In Reinickendorf gab es hingegen wenig Bedarf: Nur drei Menschen stellten dort bis Anfang Februar einen Antrag. Auch in Lichtenberg-Hohenschönhausen gab es nur acht Fälle.

Vornamen können nur dann umsortiert werden, wenn sie nicht mit einem Bindestrich verbunden sind. Auch das Wegstreichen einzelner Namen ist nicht möglich.

Zuständig für die Prozedur sind die Standesämter. In Berlin kostet das 20 Euro. Wenn die Reihenfolge der Vornamen geändert wird, verliert der bisherige Ausweis seine Gültigkeit. Daher muss ein neuer Pass beantragt werden, was mit weiteren Kosten verbunden ist.

Als Grund für die Neuregelung nennt die Bundesregierung im Gesetzentwurf, dass Bürger zunehmend ihren im Alltag gebräuchlichen Vornamen in Reisedokumente und andere behördliche Unterlagen übernehmen wollten. Dies könnte problematisch sein, wenn dieser Name nicht der erste in ihrem Geburtseintrag angegebene Vorname sei.

Mit der Neuregelung solle außerdem verhindert werden, dass etwa Banken, Versicherungen oder Fluggesellschaften anstelle des gebräuchlichen Namens den Namen verwenden, der im Ausweisdokument an erster Stelle steht.

Titelfoto: DPA

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