Im Ausgang aus Nervenklinik geflüchtet: Wo ist der gefährliche Messermörder?

Berlin - Seit mehr als zwei Wochen sucht die Polizei nach Hendrik S. (34). Der wegen Totschlags verurteilte Straftäter floh am 14. März bei einem Freigang aus dem Maßregelvollzug (TAG24 berichtete).

Die Polizei sucht nach diesem Mann.
Die Polizei sucht nach diesem Mann.  © Polizei Berlin

Mittlerweile sind über 92 Hinweise bei der Polizei hingegangen, doch von dem 34-Jährigen fehlt weiter jede Spur.

Wie Bild berichtet, sei S. bei seinem 18. Ausgang trotz Begleitung durch das Krankenpersonal entwischt. Er habe zuvor einkaufen gehen wollen.

Seit August 2007 war S. in der forensischen Psychiatrie auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik, im Berliner Volksmund als Bonnies Ranch bekannt, in Berlin-Reinickendorf untergebracht, weil er 2006 bedingt durch Wahnvorstellungen einen ihm völlig unbekannten 22-Jährigen erstochen hat.

"Weil die Menschen boshaft sind, nehme ich immer ein Messer mit. Er rempelte mich auf der Straße an. Ich kriegte Paranoia. Schon war es von allein passiert", erklärte er damals im Prozess.

S. gilt als brandgefährlich, bekommt nun zudem seine dringend benötigten Medikamente nicht. Es ist nicht auszuschließen, dass er ein Messer dabei hat.

Mit diesen Informationen sucht die Polizei nach Hendrik Jonas S.:

Die Polizei beschreibt Hendrik S. wie folgt:

  • ca. 34-40 Jahre alt
  • ca. 180 cm groß
  • adipöse Gestalt
  • lange dunkelblonde Haare mit Pferdeschwanz
  • dunkelblonder Vollbart
  • trug eine schwarze Bomberjacke, eine schwarze Jogginghose und festes Schuhwerk
  • hatte einen dunkelblauen Rucksack dabei
  • Raucher

Die Kriminalpolizei fragt:

  • Wer hat Hendrik S. seit seiner Flucht am 14.März 2019 gesehen oder weiß, wo er sich seitdem aufhält?
  • Wer kann Angaben zu Kontaktpersonen von Hendrik S. machen?
  • Wer kann Angaben zu Orten machen, an denen der Flüchtige verkehrt bzw. verkehrt hat?

Wer ihn sieht, sollte ihn auf keinen Fall ansprechen. Die Polizei bittet um äußerste Vorsicht. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen!

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