Hier planen Salafisten eine neue Moschee

Berlin - Deutschlands Hauptstadt gilt bereits als Salafisten-Hochburg mit zwei bekannten Zentren - die Al-Nur-Moschee im Bezirk Neukölln und die Ibrahim-al-Khalil-Mosche in Tempelhof.

Die neue As-Sahaba-Moschee könnte hunderte Gläubige anziehen. (Symbolbild)
Die neue As-Sahaba-Moschee könnte hunderte Gläubige anziehen. (Symbolbild)  © dpa (Symbolbild)

Doch nun soll in Berlin ein drittes Salafisten-Zentrum hinzukommen, wie die Berliner Morgenpost berichtet.

Die zuvor im Wedding in der Torfstraße ansässige As-Sahaba-Moschee musste zum 30. Juni geschlossen werden, da der Eigentümer des Gebäudes auf Druck von Sicherheitsbehörden den Mietvertrag kündigte.

Nun soll ein neues Gebäude her, das womöglich auch Besucher aus den umliegenden Regionen anziehen könnte. Die mögliche neue Moschee soll 800.000 Euro kosten und Platz für 1000 Menschen bieten.

Salafisten-Prediger Ahmad Armih, auch unter den Namen Ahmad Abul Baraa bekannt, sammelt im Netz bereits Spenden für die neue Moschee und stellt das Gebäude auf seiner Facebook-Seite vor.

Der Mann ist beim Verfassungsschutz kein Unbekannter, denn der Prediger soll bereits deutschlandweit großen Einfluss genießen. Junge Gläubige fordere er dazu auf Abstand zu halten von "Ungläubigen" und das Konzept scheint aufzugehen, denn etwa die Hälfte der Zuhörer gilt als dschihadistisch.

"Wenn er in größeren Räumen predigen könnte, könnte er noch einflussreicher werden", so Claudia Dantschke, Leiterin des Deradikalisierungs-Projektes Hayat.

Nun wäre es vor allem wichtig Aufklärung zu betreiben, angefangen bei dem Eigentümer des Gebäudes.

Titelfoto: dpa (Symbolbild)


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