Terrorangst: Berlin rüstet seine Weihnachtsmärkte auf

Betonpoller sollen die Weihnachtsmärkte vor einem möglichen Anschlag schützen.
Betonpoller sollen die Weihnachtsmärkte vor einem möglichen Anschlag schützen.  © DPA

Berlin - Am Montag ist es endlich soweit: Die Berliner Weihnachtsmärkte werden in der ganzen Stadt geöffnet. Eigentlich ein Grund zur Freude, doch die Ereignisse des letzten Jahres hinterlassen einen bitteren Beigeschmack.

Am 19. Dezember fuhr der Islamist Anis Amri mit einem Lkw in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz und tötete 12 Menschen. Einige der Betreiber kämpfen noch heute mit dem schrecklichen Erlebnis, wie die Berliner Morgenpost berichtet.

"Ich habe heute schon geweint. Alles kommt wieder hoch", so die Betreiberin eines Glühweinstandes. Noch immer hätte sie Schwierigkeiten damit, über den Terroranschlag zu sprechen. Um für mehr Sicherheit zu sorgen, wurden mehrere Vorkehrungen getroffen.

So sollen mehr Sicherheitskräfte eingesetzt werden, Betonpoller sollen die Weihnachtsmärkte schützen und auch der Abstand zwischen den Buden wird in diesem Jahr größer sein. Vorab wurden die einzelnen Veranstaltungen von Polizei, Veranstalter und den Bezirken über die Konzepte zur Sicherheit informiert und beraten.

Doch das Plus an Sicherheit sorgt für steigende Kosten bei Veranstalter und Händler. Allein für den Breitscheidplatz rechnet der Interessenverband AG City mit mindestens 50.000 Euro Mehrkosten. Das Land will dafür nicht aufkommen, da es sich bei den Weihnachtsmärkten um kommerzielle Veranstaltungen handelt.

So ist eine Diskussion um Zuständigkeiten zwischen Innenverwaltung, Bezirksamt, Veranstalter und Händler entbrannt. So oder so werden die Weihnachtsmärkte stattfinden, auch wenn es nicht ganz wie früher sein wird.

Titelfoto: DPA


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