Wieder mehr Asylanträge in Deutschland

Berlin - Im April haben etwas mehr Menschen in Deutschland einen Asylantrag gestellt als im Vormonat.

Das Bundesamt für Migration hat im April wieder mehr Asylanträge für Deutschland gezählt.
Das Bundesamt für Migration hat im April wieder mehr Asylanträge für Deutschland gezählt.  © Daniel Karmann/dpa

Insgesamt 10.999 Menschen reichten das erste Mal einen Asylantrag in Deutschland ein, wie das Bundesinnenministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte. Im März waren noch 10.717 Antragsteller gezählt worden.

Im Vergleich zum April 2017 verzeichneten die Behörden einen deutlichen Rückgang um 8,0 Prozent. In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden insgesamt 54.790 Asylgesuche registriert (Erst- und Folgeanträge), zehn Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die meisten Schutzsuchenden im April kamen aus Syrien (2582), gefolgt von Iranern, Irakern, Nigerianern und Afghanen.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat laut Ministerium im April über 20.198 Anträge auf Asyl entschieden. Dabei wurden 16,2 Prozent als Flüchtlinge anerkannt. In 12,2 Prozent der Entscheidungen erhielten die Antragsteller subsidiären Schutz. 4,5 Prozent sind vor Abschiebung geschützt, etwa aus medizinischen Gründen.

Als Flüchtling anerkannt werden Menschen, die politisch oder wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe verfolgt werden. Sie sind rechtlich besser gestellt als Angehörige der beiden anderen Kategorien. Subsidiären, also eingeschränkten Schutz bekommen Menschen, denen im Herkunftsland ernsthafter Schaden droht, etwa durch Krieg.

Die Zahl der offenen Anträge beim Bundesamt für Migration lag Ende April bei 51.498. Das ist den Angaben nach etwas weniger als im Vormonat und deutlich weniger als im Vorjahresmonat. Ende April 2017 waren es noch 232.493 Anträge gewesen.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa, Hamza Turkia/Xinhua/dpa


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0