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Jetzt will auch Namibia von Deutschland sehr viel Geld

Deutscher Völkermord: Namibia fordert hohe Wiedergutmachung

Die Verhandlungen zwischen Deutschland und Namibia gehen ins dritte Jahr. Es geht um Wiedergutmachung nach einem Völkermord. Und es hakt am Geld.

Berlin/Windhuk - Namibia fordert für den während der Kaiserzeit von Kolonialherren begangenen Völkermord nach deutschen Angaben eine überzogen hohe Summe als Wiedergutmachung.

Ruprecht Polenz führt für Deutschland die Verhandlungen mit Namibia.
Ruprecht Polenz führt für Deutschland die Verhandlungen mit Namibia.

"Die namibischen Erwartungen sind deutlich höher, als das was Deutschland tun kann", sagte der deutsche Verhandlungsführer Ruprecht Polenz. Die Bundesregierung habe zusätzlich zur laufenden Entwicklungshilfe ein "materielles Engagement" angeboten, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Um welche Summen es bei den Verhandlungen genau geht, hat bislang keine Seite preisgegeben. Doch wie das polnische Nachrichtenportal "Interia Fakty" schreibt, soll es um "fast 50 Milliarden Euro" gehen.

Die Diskussionen fänden in guter Atmosphäre statt, aber bei der Frage des "wie viel" gebe es weiter Gesprächsbedarf, sagte Polenz. Die Verhandlungen gehen inzwischen bereits ins dritte Jahr. "Das macht mir auch ein bisschen Sorge", sagte Polenz, der bis 2013 im Bundestag Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses war. Die Stimmung in Namibia werde gereizter. Die nächste Verhandlungsrunde werde wohl in den kommenden Wochen stattfinden.

Darum geht es: Das deutsche Kaiserreich ging im so genannten Deutsch-Südwestafrika skrupellos vor, bis hin zum Völkermord an den Stämmen der Herero und Nama. Von 1904 bis 1908 wurden Zehntausende getötet. Brutale deutsche Kolonialherren haben hier tiefe Wunden hinterlassen. Historiker sehen darin den ersten Genozid des 20. Jahrhunderts.

Inzwischen spricht auch die Bundesregierung von einem "Völkermord". Nachfahren der Opfer haben 2017 in New York eine Schadenersatzklage gegen Deutschland angestrengt. Ob es zu einem Prozess kommen wird, ist noch unklar. Die Bundesregierung hält die Klage für unzulässig.

Elsie Kaunotjes trägt ein Kleid, das an deutsche Mode aus dem 19. Jahrhundert erinnert.
Elsie Kaunotjes trägt ein Kleid, das an deutsche Mode aus dem 19. Jahrhundert erinnert.

Für Deutschland sei eine Einigung mit Namibia eine moralische Verpflichtung, um "Wunden zu heilen", sagte Polenz. Eine rechtliche Verpflichtung sieht die Bundesregierung indes nicht. Deswegen lehnt sie für die möglichen bevorstehenden Zahlungen auch die juristisch verbindlicheren Begriffe "Wiedergutmachung" und "Reparationen" ab.

Namibia will, dass die Zahlungen dem ganzen Land gleichermaßen zu Gute kommen. Deutschland hingegen hofft, vor allem Programme für die Volksgruppen der Herero und Nama zu finanzieren. Darunter sollen Projekte der beruflichen Bildung, der Schaffung von günstigem Wohnraum und Unterstützung für die laufende Landreform sein.

Zudem soll es Mittel für eine gemeinsame Erinnerungskultur, Forschung und Austauschprogramme für Jugendliche geben.

Einer wichtige Rolle spielt bei den Verhandlungen auch die Frage, wie Deutschland für das Geschehene um Entschuldigung bitten soll, etwa durch eine Parlamentsresolution oder zusätzlich eine Erklärung der Kanzlerin. Wenn die Verhandlungen Erfolg hätten, sei es für beide Seiten ein Gewinn, sagte Polenz.

"Deutschland hat dann kein gutes Gewissen, aber die Erleichterung, die mit einer angenommenen Bitte um Entschuldigung einhergeht". Und Namibia wisse dann, dass "die Schuld akzeptiert ist" und das Land "moralisch Recht bekommen hat."

Junge Namibier wollen Zukunft, keine Entschädigung

Die Schulleiterin der deutschen Schule in Windhuk, Kristin Eichholz, am Eingang der Privatschule.
Die Schulleiterin der deutschen Schule in Windhuk, Kristin Eichholz, am Eingang der Privatschule.

Während in New York auf Schadenersatz geklagt wird, büffeln in der deutschen Schule in Windhuk die Nachkommen von Opfern und Tätern zusammen. Die schwierige Vergangenheit ist hier weit weg. Gebüffelt wird für eine gemeinsame bessere Zukunft.

"In der Schule reden wir über den Völkermord und das Verhältnis zwischen Namibia und Deutschland", sagt Muna Muetudhana. Die Familie der 16-Jährigen gehört zur Volksgruppe der Herero, die von deutschen Soldaten vor gut Hundert Jahren fast völlig ausgerottet wurde.

Jetzt ist sie eine von rund 1000 Schülern der Deutschen Höheren Privatschule Windhuk, die zu den besten Schulen des Landes gehört. Bei ihren Eltern sei die schwierige Vergangenheit eigentlich kein Thema mehr. "Nur meine Großeltern erzählen manchmal etwas."

In Deutschland waren die meisten Schüler noch nie. Gut zwei Drittel der Schüler der Klassen eins bis zwölf sind deutschstämmig, das heißt sie haben mindesten einen Elternteil mit deutschen Wurzeln.

Ob schwarz oder weiß, die Schule ist nur eine Option für Kinder wohlhabender Eltern: Stipendien gibt es nur ein paar Dutzend, die Schulgebühren liegen etwa bei 3000 bis 4000 Euro pro Jahr. "Reparationen sind für mich nicht so wichtig. Besser wäre es, Schulen zu bauen", meint eine Schülerin. Und Bedarf für weitere Hilfsprojekte gibt es in Namibia genug.

Denn die Kluft zwischen arm und reich - und das heißt zumeist zwischen Schwarzen und Weißen - ist infolge von Kolonialherrschaft und der jahrzehntelangen rassistischen Apartheid-Politik immer noch dramatisch.

Fotos: Jörg Carstensen/dpa, Andrea Döring/dpa, Jörg Carstensen/dpa , Andrea Döring/dpa

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