Wohnung günstiger an Verwandte vermieten? Das müsst Ihr unbedingt beachten

Berlin - Wer Wohnungen günstig an Verwandte oder Freunde vermietet, sollte vor dem Jahreswechsel unbedingt einen Blick in den Vertrag werfen. Sonst geht Euch womöglich bares Geld durch die Lappen.

Um eine Vermietung als Werbungskosten abzusetzen, muss die verlangte Miete eine gewisse Mindesthöhe haben.
Um eine Vermietung als Werbungskosten abzusetzen, muss die verlangte Miete eine gewisse Mindesthöhe haben.  © DPA

Grund: Nur wenn mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Miete verlangt werden und wenn eine auf Dauer angelegte Vermietung vorliegt, können die Kosten als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung abgesetzt werden.

Heißt: Wer das nicht beachtet, schenkt Vater Staat quasi bares Geld.

"Da rückwirkende Vertragsänderungen in diesem Zusammenhang steuerlich nicht anerkannt werden, muss vor dem Jahreswechsel die Überprüfung für 2019 durchgeführt werden", erklärte Uwe Rauhöft vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) in Berlin.

Wichtig kann das vor allem in Städten sein, in denen die Mieten stark gestiegen sind. Denn hier kann die Gefahr bestehen, dass Vermieter versehentlich unter diese Grenze rutschen.

Bei Vermietungen an Verwandte sollte man Einiges beachten.
Bei Vermietungen an Verwandte sollte man Einiges beachten.  © DPA

"Beträgt die vereinbarte Miete weniger als 66 Prozent der ortsüblichen Miete, werden die Werbungskosten entsprechend gekürzt und gehen damit aus steuerlicher Sicht verloren", warnte Rauhöft.

Der Vorteil, wenn der Vermieter nur 66 Prozent der ortsüblichen Miete kassiert, liegt darin, dass dem dennoch 100 Prozent der Kosten gegenüberstehen und insofern oftmals Verluste entstehen.

Diese Verluste aus der Vermietung und Verpachtung sind grundsätzlich voll ausgleichsfähig mit den anderen Einkünften, beispielsweise als Arbeitnehmer oder Rentner.

Die verbilligte Vermietung spart somit Steuern auf andere Einkünfte.

Titelfoto: DPA


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