Sind die Zalando-Chefs bald die Topverdiener unter den Managern in Deutschland?

Berlin - "Schrei vor Glück!" So lautete der Slogan der kultigen Werbespots von Internet-Riese Zalando. Und vor Glück schreien können womöglich schon bald die Chefs des Modehändlers – dank eines neuen Vergütungssystems.

Die drei Zalando-Chefs David Schneider, Robert Gentz und Rubin Ritter (v. li.).
Die drei Zalando-Chefs David Schneider, Robert Gentz und Rubin Ritter (v. li.).  © DPA (Bildmontage)

Zuerst die schlechte Nachricht für die drei Vorstandsmitglieder Rubin Ritter (35), Robert Gentz (35) und David Schneider (36): Ihr jährliches Grundgehalt soll künftig von 200.000 Euro auf 65.000 gesenkt werden.

Dank einer variablen Vergütung mit Aktienoptionen sind jedoch mehrere Millionen Euro pro Nase möglich – je nach Entwicklung Aktienkurs und Umsatz.

Und die drei Vorstandsmitglieder und Gründer haben sich mit dem Aufsichtsrat bereits über eine weitere Amtszeit bis November 2023 verständigt.

Ritter, Gentz und Schneider sollen jeweils für ihre fünfjährige Amtsperiode Optionen für 1,75 Millionen Aktien erhalten. Den Großteil davon können sie frühestens nach vier Jahren zu Geld machen. Die Papiere sind nur etwas wert, wenn der Aktienkurs steigt und der Konzern in diesem Zeitraum seinen Umsatz im Durchschnitt um mindestens 10 Prozent jährlich erhöht.

Jetzt müssen am Mittwoch nur noch die Aktionäre bei der Zalando-Jahreshauptversammlung in Berlin zustimmen.

Der im Aktienindex MDax notierte Online-Händler hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 4,5 Milliarden Euro erzielt. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei 188 Millionen Euro. Eine Dividende für 2017 ist nicht vorgesehen. Zalandos Bilanzgewinn von 130 Millionen Euro soll komplett auf das Folgejahr vorgetragen werden.

Das Umsatzplus lag 2017 bei 23,4 Prozent, im ersten Quartal 2018 waren es 22 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Zalando hatte zuletzt europaweit knapp 24 Millionen Kunden. Das Unternehmen begann 2008 mit dem Verkauf von Schuhen im Internet.

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