Rechtsextremer Hintergrund? Linken-Zentrale wegen Bombendrohung geräumt

Berlin - Die Bundeszentrale der Linken in Berlin ist am Montag wegen einer Bombendrohung geräumt worden.

Die Polizei hat einen kleinen Sperrkreis errichtet. (Symbolbild)
Die Polizei hat einen kleinen Sperrkreis errichtet. (Symbolbild)  © Udo Herrmann/123rf

Eine Sprecherin der Bundespartei sagte am Vormittag, es sei eine entsprechende Droh-Mail eingegangen.

Am Vormittag hätten daher alle Mitarbeiter das Karl-Liebknecht-Haus in Berlin-Mitte verlassen müssen. Die Partei vermutet den Absender wegen des Wortlauts im rechtsextremistischen Lager.

Vor dem Eingangsbereich des Gebäudes errichtete die Polizei einen kleinen Sperrkreis. Eine ursprünglich für 13 Uhr geplante Pressekonferenz mit der stellvertretenden Parteichefin Martina Renner wurde abgesagt.

Die Berliner Polizei erklärte, die Ernsthaftigkeit des Schreibens werde geprüft. Die Evakuierung sei auf Initiative der Linken erfolgt. Der Linken-Politiker Malte Fiedler sprach in einem Tweet von "rechtem Terror".

Sperrung von Linken-Zentrale nach Drohung aufgehoben

Update, 13 Uhr

Die Sperrung der Linke-Bundeszentrale in Berlin nach einem Drohschreiben ist wieder aufgehoben. Wie eine Polizeisprecherin am Montag sagte, sei das Schreiben geprüft, eine Ernsthaftigkeit aber verneint worden. Der polizeiliche Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen.

Ein Strafverfahren gegen Unbekannt wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat sei eingeleitet worden.

Titelfoto: Udo Herrmann/123rf

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