Zu oft putzen macht die Zähne kaputt

Bakterien auf den Zähnen bilden einen gelblichen Belag.
Bakterien auf den Zähnen bilden einen gelblichen Belag.  © 123rf.com/adam88x

Berlin - Eine gründliche Zahnpflege ist wichtig, das wissen wir alle. Zu oft sollten die Zähne aber nicht geputzt werden.

Ab dem 40. Lebensjahr können auch bei Menschen mit guten Zähnen Probleme im Mund zunehmen. Zu erkennen etwa an unangenehmen Gerüchen oder optisch veränderten Zähnen.

Laut einer YouGov-Umfrage sind deutsche Männer bei der Mundhygiene besonders "sparsam": Sie putzen sich nur einmal am Tag die Zähne.

Das rächt sich nicht unbedingt mit Karies. "Auf Dauer kann aber die Gefahr von Parodontitis wachsen", also einer Entzündung des Zahnbetts, verursacht durch Bakterien im Mund, erklärt der Berliner Oralchirurg Dr. med. dent. Andreas Schwitalla in "Fitbook".

Die Bakterien siedeln sich auf den Zähnen an, es entsteht ein vergilbter Belag.

Das sieht ästhetisch nicht gut aus und kann für das Zahnfleisch recht schmerzhaft enden.

Zweimal täglich gründlich putzen genügt.
Zweimal täglich gründlich putzen genügt.  © Christin Klose/dpa-tmn

Allerdings gibt es auch das Gegenteil, nämlich Männer und Frauen die glauben, ihren Zähnen etwas Gutes zu tun, wenn sie sie nach jeder Mahlzeit zur Zahnbürste greifen.

Das schadet im schlimmsten Fall den Beißerchen, vor allem nach dem Genuss von säurehaltigen Lebensmitteln. In Kombination mit der Zahnpasta schmirgeln die Rückstände nämlich die Schutzschicht des Zahnschmelzes ab.

Überhaupt "kann sich zu häufiges Putzen durch die ständige Manipulation mit Putzdefekten rächen. Dies wären beispielsweise freiliegende Zahnhälse, die empfindlich auf Kälte oder Wärme oder Süßes reagieren", warnt Schwitalla.

Allen, die trotzdem Wert auf das Putzen zwischendurch legen, empfiehlt er, mindestens 30 Minuten nach der letzten Mahlzeit zu warten. So kann sich ausreichend Speichel bilden, der die Säuren neutralisiert.

Übrigens enthält Zahnpasta mit Weißmacher-Effekt peelende Putzkörper. Öfter als einmal pro Woche angewendet, wirkt sich auch das negativ auf den Zahnschmelz aus.

Titelfoto: Christin Klose/dpa-tmn, 123rf.com/adam88x


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0