Randale bei Berliner Derby: Jetzt fahndet die Polizei

Berlin - Hat das Berliner Derby zwischen dem 1. FC Union Berlin und Hertha BSC ein Nachspiel? Während beide Vereine mit satten Geldstrafen belegt worden waren, drohen nun zwei Hertha-Fans Konsequenzen. Drei Wochen vor dem Rückspiel fahndet die Polizei nach zwei Männern aus dem Gästeblock.

Die Polizei fahndet nach diesen Fußballfans. Einer konnte bereits ermittelt werden.
Die Polizei fahndet nach diesen Fußballfans. Einer konnte bereits ermittelt werden.  © Andreas Gora/dpa, Polizei Berlin,

Das am 2. November in der Alten Försterei ausgetragene Derby wurde von Ausschreitungen überschattet. Mit Anpfiff hatten sowohl Hertha-Fans als auch Union-Fans ordentlich gezündelt. Leuchtgeschosse landeten auf der Tribüne und auf dem Spielfeld.

Nach Schlusspfiff hatten mehrere vermummte Union-Anhänger versucht, den Platz zu stürmen, wurden aber von "Türsteher" Rafal Gikiewicz wieder in den Block geschickt.

Da beide Gesuchten im Gästeblock standen, geht die Polizei davon aus, dass die Gesuchten zur Fanszene von Hertha BSC gehören.

Ein Mann, der eine weiße Kapuzenjacke trug, soll sich kurz vor dem Anpfiff (gegen 18.30 Uhr) vermummt und einen sogenannten "Nebeltopf" angezündet haben.

"Dies ergaben die bisherigen Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruchs und Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz", heißt es in der Mitteilung.

Der andere soll sich gegen 20 Uhr ebenfalls vermummt haben und mit einer sogenannten "Bengalfackel" versucht haben, das Fangnetz anzuzünden. Die Polizei fragt nun:

  • Wer kennt die abgebildeten Personen?
  • Wer kann Angaben zur Identität der Männer und/oder ihrem Aufenthaltsort machen?
  • Wer kann sonst sachdienliche Hinweise zum Tatgeschehen geben?

Hinweise nimmt das Fachkommissariat beim Landeskriminalamt Berlin in der Eiswaldtstraße 18 in 12249 Berlin-Lankwitz unter der Telefonnummer (030) 4664-964521, per E-Mail oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Update, Dienstag 15.45 Uhr

Wie die Polizei am Dienstag mittgeteilt hat, konnte bei einem der Gesuchten der Name bereits ermittelt werden.

Eine Rakete landete auf dem Spielfeld.
Eine Rakete landete auf dem Spielfeld.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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