Berliner Drogenkampf: Innensenator Geisel erhöht Druck auf Dealer-Szene

Berlin - Zur Bekämpfung des Drogenhandels im Görlitzer Park hat Berlins Innensenator Andreas Geisel erhöhten Druck auf die Dealer-Szene angekündigt.

Polizisten stehen im Jahr 2014 bei einer Polizeiaktion im Görlitzer Park vor Personen, die kontrolliert werden sollen.
Polizisten stehen im Jahr 2014 bei einer Polizeiaktion im Görlitzer Park vor Personen, die kontrolliert werden sollen.  © dpa/Paul Zinken

"Wir werden dort noch einmal mit verstärkter Polizeiarbeit rangehen und die Identitäten der Dealer feststellen, um deren Abschiebung einzuleiten", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. "Was im Görlitzer Park passiert, können wir nicht einfach so hinnehmen."

Geisel machte gleichzeitig deutlich, dass die Abschiebung von Dealern kein leichtes Unterfangen sei: "Viele kriegen von ihren Heimatländern keine Pässe ausgestellt. Und ohne Pässe kann man sie nicht zurückführen."

Viele Dealer, die sich in Berlin aufhielten, würden zudem ausländerrechtlich von Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg bearbeitet. "Diese Länder sind nicht besonders scharf darauf, ihre Dealer zurückzunehmen", sagte Geisel.

In dem Park in Kreuzberg stehen seit Jahren Dutzende Dealer, meist afrikanischstämmige Männer, und verkaufen vor allem Marihuana.

Polizeipräsidentin Barbara Slowik (l.) und Andreas Geisel (r.,SPD), Berliner Innensenator, äußern sich bei einer Pressekonferenz im Polizeipräsidium zur Verkehrssicherheit in Berlin.
Polizeipräsidentin Barbara Slowik (l.) und Andreas Geisel (r.,SPD), Berliner Innensenator, äußern sich bei einer Pressekonferenz im Polizeipräsidium zur Verkehrssicherheit in Berlin.  © DPA

Titelfoto: dpa/Paul Zinken

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