Berliner Fußball-Verband stellt "Masterplan" für Schiri-Sicherheit auf!

Berlin - Nach dem Schiedsrichter-Streik hat der Berliner Fußball-Verband Maßnahmen gegen Gewalt auf Sportplätzen der Hauptstadt angekündigt.

Beim Friedenauer TSC können sich Schiedsrichter zukünftig besonders sicher fühlen. (Bildmontage/Symbolbilder)
Beim Friedenauer TSC können sich Schiedsrichter zukünftig besonders sicher fühlen. (Bildmontage/Symbolbilder)

Das Präsidium beschloss in einem selbst titulierten "Masterplan" unter anderem, dass verbindliche Ansprechpartner für Schiedsrichter geschaffen werden sollen.

Das geht aus einem Brief vor dem Arbeitsverbandstag am Samstag hervor, den der BFV am Donnerstag veröffentlichte. Zudem soll die Vermittlung von Regeln bei Trainern, Betreuern und Zuschauern ausgebaut werden.

Bei mehr als 100 Vorfällen von Gewalt und Diskriminierung in dieser Saison in den Berliner Amateur- und Jugendklassen wurden über 50 Fällen Referees als Opfer gezählt. Vor knapp drei Wochen hatte sich deshalb der Schiedsrichterausschuss des BFV zu einer Nichtbesetzung aller rund 1500 Spiele entschlossen.

Auf dem Verbandstag stehen insgesamt 87 Anträge zur Abstimmung. Darunter fordert unter anderem der Schiedsrichterausschuss, dass der Heimverein mindestens zwei Platzordner stellen muss, die durch Signalwesten kenntlich gemacht werden und namentlich dokumentiert werden müssen. In der bisherigen Regelung ist nur festgehalten, dass "eine ausreichende Anzahl von Platzordner" vorhanden sein muss.

Besonderheit: Angesichts zunehmender Gewalt gegen Schiedsrichter schützt der Berliner Landesligist Friedenauer TSC die Referees von Bodyguards.

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