Berliner Knackis konnten zehn Kilometer weit rennen

Berlin - Von Wand zu Wand – so hätte das Motto des Zehn-Kilometer-Laufs im Berliner Knast auch lauten können. Die Sportveranstaltung brachte am Mittwoch etwa 40 Gefangene zum Schwitzen.

Engagierte Läufer im Berliner Knast!
Engagierte Läufer im Berliner Knast!  © Paul Zinken/dpa

Durch das Gefängnis Plötzensee und die Jugendstrafanstalt verlief die Strecke, immer an der Wand entlang.

Genauso wie bei einem Wettkampf "draußen" wurden die Läufer von Musik angefeuert (die Knastband "Notorious booknumbers" spielte) und es gab Getränke, Obst und Kuchen.

"Sport ist ein wichtiger Bestandteil erfolgreicher Resozialisierung", erklärte Justizsenator Dirk Behrendt (47, Grüne). Er wollte eigentlich selbst mitlaufen, konnte aber aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen. Das Laufen sei eine Chance auch im Gefängnis Anerkennung und Erfolge zu erhalten.

Die Läufer, unter ihnen drei Frauen, kamen aus allen Haftanstalten Berlins, als Streckenposten hielten einige Justizbedienstete her. Neben den Knackis liefen auch mehrere Läufer von "draußen" mit.

Am Ende gab es für alle Knast-Läufer Erinnerungsurkunden und einen Händeschütteln mit Horst Milde, dem Begründer des Berlin-Marathons. Der Lauf fand dieses Jahr zum fünften Mal statt.

Genau wie "draußen": ein echt sportlicher Wettbewerb, der alle Teilnehmer forderte.
Genau wie "draußen": ein echt sportlicher Wettbewerb, der alle Teilnehmer forderte.  © Paul Zinken/dpa

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